- Montag, 31. Januar 2005 18.00 – 20.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Hochschulfinanzierung – bundesweit koordiniert und fair!
Berliner Hochschuldebatte 18
Politische Konsequenzen aus dem Urteil
des Bundesverfassungsgerichts zum
Verbot von Studiengebühren<br><br>
Das Gespräch führen:<br>
<b>Krista Sager</b>,
Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/ Die
Grünen im Deutschen Bundestag
<br>
<b>Prof. Dr. Jürgen Zöllner</b>, Minister
für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung
und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz<br>
<b>
Reinhard Bütikofer</b>,
Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die
Grünen</b>
Moderation: <b>Dr. Andreas
Poltermann</b>, Heinrich-Böll-Stiftung
<br><br>
Fünf Tage nach dem mit Spannung
erwarteten Urteil des
Bundesverfassungsgerichts zur Klage
einiger Bundesländer gegen das Verbot
von Studiengebühren fragen die Berliner
Hochschuldebatten, wie der Richterspruch
zu bewerten ist. Mehrere Länder haben für
den Fall der Fälle bereits die Einführung
von Studiengebühren angekündigt.
Diejenigen, die beim gebührenfreien
Erststudium bleiben wollen, fürchten, von
Studierenden aus dem ganzen
Bundesgebiet überrannt zu werden. Schon
sind Gebühren- und Stipendienmodelle
für „Landeskinder“ und entsprechende
Maßnahmen zur Abwehr
studentischer „Zuwanderung“ im Gespräch.
<br><br>
Ob nun das Verbot von Studiengebühren
kippt oder nicht – Deutschland braucht
eine bundesweit koordinierte
Hochschulfinanzierung, die drei Forderung
erfüllen muss: <br>
- sie muss gerecht und deshalb in ein
umfassendes Konzept eingebettet sein;
was wir nicht brauchen ist eine weitere Not-
und Reparaturmaßnahme eines weiterhin
ungerechten Bildungssystems <br><br>
- sie muss einen fairen Wettbewerb
zwischen den Hochschulen und zwischen
den Bundesländern ermöglichen und weder
die Mobilität noch die freie Wahl des
Studienorts einschränken<br><br>
- sie muss Anreize setzen für den Ausbau
unserer Hochschulen statt die
Konsolidierung des eigenen
Landeshaushalts auf Kosten der anderen
Länder zu fördern.
<br><br>
Mit den Modellen für Studienkonten und
Bildungsgutscheine, wie sie Rheinland-Pfalz
und Nordrhein-Westfalen eingeführt haben
und auch das Konzept der Heinrich-Böll-
Stiftung vorsehen, liegen Vorschläge auf
dem Tisch, die diesen Forderungen
entsprechen. Auch über sie wird auf der
Veranstaltung zu sprechen sein.
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin