Dienstag, 21. Januar 2020 /
Paris

Hommage für Hanni Lévy

Hanni Lévy. Urheber/in: Milena Schlösser. All rights reserved.
Datum, Uhrzeit
Di., 21. Jan. 2020,
18.30 – 23.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
➽ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
Sprache
Deutsch
Französisch
Teilnahmegebühren
Ticket Created with Sketch.
Eintritt frei; Anmeldung empfohlen
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung Paris - Frankreich
Rechtliches
Allgemeine Geschäftsbedingungen

Wir haben die Ehre, Sie zur Hommage und zur posthumen Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Hanni Lévy, in Anwesenheit von

Claudia Roth, Vizepräsidentin des Bundestages,
Nikolaus Meyer-Landrut, deutscher Botschafter in Frankreich,
sowie die Familie und die Angehörigen von Hanni Levy

am 21. Januar 2020 um 18.30 Uhr in das Goethe-Institut in Paris einzuladen.

Im Anschluss an die Zeremonie findet eine deutsch-französische Lesung von Auszügen aus ihrer Autobiographie Me sauve qui peut! Lebens- und Überlebensgeschichte einer jüdischen Berlinerin  und die Vorführung des Films Die Unsichtbaren. Wir wollen leben. in Anwesenheit des Regisseurs Claus Räfle und der Co-Drehbuchautorin Alejandra Lopèz statt. Beide sind enge Freunde von Hanni Lévy.

Hanni Lévy wurde 1924 als Hanni Weissenberg in Berlin geboren. Im Februar 1943 gelang es der jungen Frau, der Deportation zu entgehen. Als Zwangsarbeiterin wurde sie Zeuge der Deportation ihrer Großmutter nach Theresienstadt. Als die Gestapo kurz darauf in das "Judenhaus" in Berlin-Schöneberg einfiel, um die jüdischen Mieter - darunter die Waise Hanni Weissenberg - zu verhaften, konnte sie nur knapp entkommen. Sie findet sich auf der Straße wieder, ohne Geld, Essen und Unterkunft. Dann trifft sie auf Menschen, die sie unterstützen, ihr Obdach finden oder sie bei sich aufnehmen. Hanni Lévys Buch ist eine Hommage an die Helden, denen sie ihr Überleben verdankt, an ihre Freunde und Verwandten aus der Kindheit, die keine Hilfe fanden.

Die französische Ausgabe der Autobiographie "Me sauve qui peut! Histoire de vie et de survie d'une juive berlinoise" von Hanni Lévy, übersetzt von Bertrand Brouder, erscheint im Januar 2020 in Frankreich, bei den Éditions Les petits matins.

Hanni Lévy starb im Oktober 2019, im schönen Alter von 95 Jahren, umgeben von ihrer Familie, in Paris.

Am 21. Januar ehren wir eine außergewöhnliche Frau, die mit über 90 Jahren noch voller Energie, Optimismus und Neugierde war; eine Person, die den Glauben an die Menschheit und ihre Fähigkeit, die dunkelsten Zeiten zu überwinden, gezeigt hat. Hanni Lévy engagierte sich sowohl in Deutschland als auch in Frankreich, indem sie in Schulen, Kinos und vielen anderen Institutionen intervenierte, um sicherzustellen, dass wir nicht vergessen, was im letzten Jahrhundert geschah, die Ursachen und Folgen dieser Ereignisse, und dass wir daraus für heute lernen.

Wir laden Sie herzlich zu diesem Abend der Ehrung ein.

Sie können sich bei Kristin Tiffert (kristin.tiffert@fr.boell.org - 0184861582) anmelden.