Urheber/in: Sohel Rahman. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons License.

Film und Gespräch

Freitag, 23. Juni 2023 17.30 – 20.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Film und Gespräch

"The Ice Cream Sellers"

Myanmar Film Screening

Der Film „The Ice Cream Sellers“ (75") erzählt die Geschichte zweier kleiner Geschwister und Überlebender des Völkermords an den Rohingya, die nach dem Ausbruch der Gewalt aus Myanmar nach Bangladesch flohen. Trotz der traumatischen Erlebnisse, die viele Rohingya erleben, beginnen die Kinder ihr neues Leben mit harter Arbeit: Im größten Flüchtlingslager der Welt verkaufen sie billiges Eis von Tür zu Tür, in dem verzweifelten Versuch, genug Geld zu verdienen, um Beamte zu bestechen, damit sie ihren Vater aus dem Gefängnis in Myanmar freilassen. Der Film lädt die Zuschauer*innen ein, die Reise der beiden Kinder durch das Flüchtlingslager in Cox's Bazar, Bangladesch, mitzuerleben. Der Film erzählt eine sehr intime Geschichte von Tragödie und Verlust, Mut und Leid. Auf der einen Seite stehen die erschütternden Erzählungen der Eltern über ihre Flucht aus dem Heimatland, auf der anderen Seite das Lachen und die unbändige Lebensfreude der Kinder.

Vorführung des preisgekrönten Films "The Ice Cream Sellers" mit anschließender Diskussion mit

  • Sohel Rahman, Filmemacher; Bangladesch
  • Nickey Diamond, Doktorand und Menschenrechtsaktivist; Myanmar

Moderation: Mia Kruska, Heinrich-Böll-Stiftung

Sprache des Films: Rohingya mit englischem Untertitel
Sprache des Panels: Englisch

Kontakt: Mia Kruska, Heinrich-Böll-Stiftung
M mia.kruska@boell.de


Anmerkung des Regisseurs:
"Während des Völkermords an den Rohingya im Jahr 2017 hat mich das Bild einer aus Myanmar fliehenden Mutter, die zwei Kinder auf den Schultern trägt, tief im Herzen berührt. Meine Mutter gehört nicht zur Gemeinschaft der Rohingya, aber was wäre passiert, wenn sie es getan hätte? Ich stelle mir eine Situation vor, in der ich ein Rohingya-Kind bin und meine Mutter mit aller Kraft in Richtung Grenze rennt, während sie mich und meine kleine Schwester auf ihren Schultern trägt, um einem Massaker zu entkommen.

Ich habe gesehen, wie der Exodus der Rohingya aus Myanmar über den Fluss Naf nach Bangladesch kam. Das Flüchtlingslager ist nur ein paar Stunden von meiner Heimatstadt Chittagong entfernt. Eines Morgens ging ich zum Flüchtlingslager, wo ich vielen Rohingya begegnete. Schließlich traf ich Ayas und Asia. Ich sah diese traurigen Augen, die mit Tausenden von Worten in den Himmel starrten.

Einen Film über die Flüchtlingskrise zu drehen, ist kein neues Konzept, aber die Begegnungen und der Zugang zum Leben dieser Rohingya-Menschen machen den Film meiner Meinung nach einzigartig. Daher ist er eher eine universelle Geschichte über menschliche Zärtlichkeit und Kampf als ein konventioneller Flüchtlingsfilm. Ich gehe das Filmemachen sowohl aus einer künstlerischen als auch aus einer humanitären Perspektive an, indem ich mein Wissen über Literatur, Anthropologie sowie meine Lebenserfahrung und meinen Hintergrund einfließen lasse.

Ich hoffe, dass der Film „The Ice Cream Sellers“ nicht nur einen wichtigen Beitrag in der
Filmwelt leisten, sondern auch dazu beitragen wird, den anhaltenden Völkermord in Myanmar zu stoppen und die Rohingya-Gemeinschaft vor weiterer Gewalt zu schützen."

Auszeichnungen:
2021 Gewinner des 16.Tasveer South Asian Film Festival: „Publikumspreis Bester Dokumentarfilm“
SAFF Montréal 2021: „Jurypreis Bester Dokumentarspielfilm“

»Trailer

 

 

 

 

 

Adresse
▶ Heinrich-Böll-Stiftung, Bundesstiftung Berlin sowie Online
Veranstalter*in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Sprache
Englisch