- Donnerstag, 01. Oktober 2009 19.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Ich war am Hauptbahnhof
Fluchtversuche, Gewalt und Demonstrationen am 3. und 4. Oktober in Dresden
Am 3. und 4. Oktober 1989 versammeln sich tausende Menschen am Dresdner Hauptbahnhof. Hier fahren die Züge mit den Botschaftsflüchtlingen aus Prag nach Westdeutschland. Viele versuchen, die Gleise zu blockieren und in die Züge zu gelangen. Es kommt zu einem gewaltsamen Zusammenstoß mit der Polizei: Steine fliegen, Menschen werden verprügelt und verletzt, ein Polizeiauto geht in Flammen auf. Unter Einsatz von Wasserwerfern, Hunden und Schlagstöcken räumt die Polizei letztlich den Bahnhof und nimmt zahlreiche Bürgerinnen und Bürger fest. Niemandem gelingt es, auf diese Weise in die BRD auszureisen. Obwohl der Zorn der Ausreisewilligen anhält und ständig mehr Menschen dazustoßen, fordern immer wieder besonnene Stimmen «Keine Gewalt!» - ein Aufruf der sich in Dresden durchsetzt und von dort aus bald die friedliche Form der landesweiten Proteste bestimmt.
Die Auseinandersetzungen am Dresdner Bahnhof hätten leicht zu einer «chinesischen Lösung» führen können. Dieser Eskalationspunkt der Dresdner Wendegeschichte steht daher im Fokus unseres Zeitzeugengesprächs. Unsere Gäste waren selber, auf unterschiedlichen Seiten, an den Geschehnissen am Hauptbahnhof beteiligt. An diesem Abend möchten wir diskutieren, was genau in diesen bewegten Herbsttagen geschehen ist, wie es zu den Ausschreitungen kam und wie ihre Hintergründe und Auswirkungen für den Fortlauf der friedlichen Revolution zu beurteilen sind.
Unsere Gäste sind:
Harald Bretschneider, evangelischer Pfarrer und Oberlandeskirchenrat i. R., 1989 Vertreter der kirchlichen Friedensbewegung und Aktivist für einen zivilen Wehrersatzdienst in der DDR
Detlef Pappermann, Berater Führungsgruppe Spezialeinheiten Sachsen, 1989 Oberleutnant in der Diensteinheit 9, Spezialeinsatzkommando
Moderation:
Andrea Rook, Journalistin und Leiterin des Projekts «Entdeckungsreise Friedliche Revolution 1989/90»
Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogramms der Ausstellung «Keine Gewalt! Revolution in Dresden 1989» des Stadtmuseums Dresden.
Weitere Veranstaltungen von Weiterdenken am 19. November und 3. Dezember.
In Kooperation mit dem SchülerInnenprojekt
«Entdeckungsreise Friedliche Revolution 1989/90» des Romain-Rolland-Gymnasiums Dresden und mit dem Medienkulturzentrums Dresden e.V.
Die Auseinandersetzungen am Dresdner Bahnhof hätten leicht zu einer «chinesischen Lösung» führen können. Dieser Eskalationspunkt der Dresdner Wendegeschichte steht daher im Fokus unseres Zeitzeugengesprächs. Unsere Gäste waren selber, auf unterschiedlichen Seiten, an den Geschehnissen am Hauptbahnhof beteiligt. An diesem Abend möchten wir diskutieren, was genau in diesen bewegten Herbsttagen geschehen ist, wie es zu den Ausschreitungen kam und wie ihre Hintergründe und Auswirkungen für den Fortlauf der friedlichen Revolution zu beurteilen sind.
Unsere Gäste sind:
Harald Bretschneider, evangelischer Pfarrer und Oberlandeskirchenrat i. R., 1989 Vertreter der kirchlichen Friedensbewegung und Aktivist für einen zivilen Wehrersatzdienst in der DDR
Detlef Pappermann, Berater Führungsgruppe Spezialeinheiten Sachsen, 1989 Oberleutnant in der Diensteinheit 9, Spezialeinsatzkommando
Moderation:
Andrea Rook, Journalistin und Leiterin des Projekts «Entdeckungsreise Friedliche Revolution 1989/90»
Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogramms der Ausstellung «Keine Gewalt! Revolution in Dresden 1989» des Stadtmuseums Dresden.
Weitere Veranstaltungen von Weiterdenken am 19. November und 3. Dezember.
In Kooperation mit dem SchülerInnenprojekt
«Entdeckungsreise Friedliche Revolution 1989/90» des Romain-Rolland-Gymnasiums Dresden und mit dem Medienkulturzentrums Dresden e.V.