Ausstellung
- Samstag, 09. Mai 2015 09.00 – 15.30 Uhr In meinem Kalender speichern
"Identity - a bloody romance" - mosambikanisch-deutsche Identitäten
Eröffnungsveranstaltung und Workshop
Wie wirkt sich Migration auf die Gesellschaft und die Identitäten der Beteiligten aus? Dieser Frage geht die Ausstellung "Identity – a bloody romance" am Beispiel der deutsch-mosambikanischen Geschichte nach. In einem Bogen von 1816 bis heute werden Begegnungen, Motivationen, Interessen und Folgen des mosambikanisch-deutschen Austausches dokumentiert. Verschiedene Aspekte von Identität, zum Beispiel Sprache, Familie, Zugehörigkeitsgefühl, Profession, Sexualität, ökonomische Interessen und Abhängigkeiten, spiegeln sich in den persönlichen Geschichten, die in der Ausstellung zu erleben und erspüren sind. „Zeitzeugen“ beschreiben und zeigen die vielfältigen Spuren auf, die beide Länder in ihren Biografien hinterlassen haben. Zudem beleuchtet die Ausstellung die heutzutage oftmals „verschwiegene“ ostdeutsche Geschichte der DDR-Gastarbeiter: Seit mehr als 20 Jahren demonstrieren sie wöchentlich in Mosambiks Hauptstadt Maputo, um von ihrer Regierung die ihnen aus der DDR-Zeit zustehenden Gelder einzufordern. Die Schau rückt mit Mosambik ein Land in die Öffentlichkeit, das trotz langjähriger Beziehungen im deutschen Bewusstsein völlig unterrepräsentiert ist. Verschiedene Aspekte von Identität wie zum Beispiel die Sprache, das Zugehörigkeitsgefühl, Profession, Sexualität, ökonomische Interessen und Abhängigkeiten oder politischer Widerstand spiegeln sich in persönlichen Lebensgeschichten, die in der Ausstellung über Porträts, Kurzfilme und die Projektion des Theaterstückes „Identity - a bloody romance“ zu erleben sind.
In der Eröffnungsveranstaltung am Samstag, dem 9. Mai 2015, werden verschiedene Aspekte kultureller, künstlerischer und politischer Bildung zum Ausstellungsthema diskutiert. Eine Podiumsdiskussion baut zudem ein Brücke in die Gegenwart der deutsch-mosambikanischen Beziehungen.
Die Teilnahme an der Eröffnung inkl. des Workshops ist kostenfrei! Es erwarten Sie außerdem Musik und ein Imbiss in der Mittagspause
Programm:
9-9.15 Uhr
Eröffnung: Dr. Marco Schrul, Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen e.V.
9.15-10 Uhr
Prof. Dr. Ulrike Stutz (Universität Erfurt/FB Kunst)
Fotografische Selbsterzählungen – Zu Korrespondenzen von politischer und kultureller Bildung
10-10.45 Uhr
Dr. Jane Schuch (Humboldt-Universität zu Berlin, Historische Bildungsforschung)
Eigensinn und visuelle Spielräume – Fotografien aus der Bildungszusammenarbeit von Mosambik und DDR
11-12 Uhr
Diskussion mit den Referentinnen und Jens Vilela Neumann (Regisseur und Theaterpädagoge, Berlin), José Manuel Paca (Vorsitzender des Erfurter Ausländerbeirats), Manuel Siegert (Koordinator Netzwerk Reencontro Familiar, Hamburg), Piedoso Manave (Mosa Verein Halle e.V., Halle-Saale)
12.30-15.30 Uhr
Identität – Theaterspiele zur Eigen- und Fremdwahrnehmung
Theaterpädagogischer Workshop mit Jens Vilela Neumann. (Um Anmeldung unter kunstinstitut@uni-erfurt.de wird gebeten.)
Zu sehen ist die Ausstellung vom 9. Mai bis zum 2. Juni, jeweils werktags von 10 bis 18 Uhr in den Räumen des Fachbereichs Kunst der Universität Erfurt, Am Hügel 1.
Weitere Infos unter: http://identityabloodyromance.com
- Adresse
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▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
- Veranstalter*in
- Landesstiftung Thüringen
- Teilnahmegebühren
- Der Eintritt ist frei!