Donnerstag, 07. Mai 2009 09.00 – 16.30 Uhr In meinem Kalender speichern

IKD- Braucht die Schule Sozialarbeit

veranstaltet von `Friedrich Ebert Stiftung`

BRAUCHT DIE SCHULE SOZIALARBEIT ?
Lernen und Arbeiten in einer multikulturellen Gesellschaft
In fast 50 Jahren Arbeitsmigration in Deutschland ist es der Schule nicht gelungen eine Schule für alle zu werden. Viele Untersuchungen haben belegt, dass die Bildungschancen mit sozialer Schichtzugehörigkeit im engen Zusammenhang stehen( PISA,IGLU etc.)
Die Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund werden vielschichtig benachteiligt: Jeder fünfte Schüler verlässt die Schule ohne einen Schulabschluss. Die Hauptschulen, Sonderschulen ( vor allem die Sonderschulen für Lernbehinderte) sind `Schulen für Ausländer` geworden. Knapp 10 % der Migrantenkinder erreicht eine Hochschulberechtigung. Einen Ausbildungsplatz zu erhalten bleibt für viele Jugendliche ein Traum.
Die Schule heute kann die Chancengleichheit nicht im wünschenswerten Umfang gewährleisten. Es bestehen weiterhin schwerwiegende Defizite,
wodurch die Gefahr wächst, dass die Chancenungleichheit vertieft wird. Deshalb braucht die Schule Reformen sowie politische als auch zivilgesellschaftliche Unterstützung.
Welchen Beitrag kann die Sozialarbeit für die Schule leisten?
Wir gehen in dieser Fachtagung der Frage nach und anhand einiger Problembereiche suchen wir nach Möglichkeiten zur Verbesserung der Schulsituation von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund.

Donnerstag 7. Mai.2009

9.00- 9.30 Begrüßung und Einführung
Dr. Johannes Kandel, FES
Günter Piening: Beauftragter des Berliner Senats für Migration und Integration.
Prof. Dr. Ali Ucar: TU- Berlin und Direktor des Berliner Instituts für interkulturelle Arbeit an der ASFH

9: 30 Sanem Kleff: Dipl.-Pädagogin, Dozentin in der Lehrerfortbildung, Leiterin des Projektes ` Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage `.
Zur schulischen Situation der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund und Diskussion
Moderation: Prof.Dr. Ali Ucar

11.00- 15.00 Arbeitsgruppen

AG 1: Warum gibt es so viele Schulversager?
Prof. Dr. Ali Ucar, Erziehungswissenschaft/Interkulturelle Erziehung TU-Berlin
Moderation: Riza Baran, Lehrer und Mitglied des Abgeordnetenhauses (1995-1999)

AG 2: Mehrsprachigkeit
Deniz-Devrim Nacar, Dipl.-Politologin, Lehrerin an der Aziz Nesin-Grundschule
Zeynep Arslan, M.A., Lehrerin an der Aziz-Nesin Grundschule und Dozentin für Türkisch an der TU-Berlin
Moderation: Prof. Dr. Jürgen Nowak, ASFH

AG 3: Zusammenarbeit zwischen Schule und Eltern
Christine Baur, Dipl. Pädagogin, Sozialpädagogin der Eberhard-Klein-Oberschule und Doktorandin der HU-Berlin
Anette Spieler, Schulleiterin der Fichtelgebirge Grundschule Friedrichshain/Kreuzberg
Moderation: Nurten Karakas, Dipl.-Pädagogin, Lehrbeauftragte der ASFH, Diversity- und Social-Justice-Trainerin, Konfliktmediatorin

AG 4: Gewalt an Schulen
Halil Can, Dipl. Politologe, Empowerment-Trainer und Doktorand an der HU-BErlin
Manfred Günther, Schulpsychologe und Mediator in Berlin
Moderation: Prof. Dr. Birgit Rommelspacher ASFH

AG 5: Antiislamische und Antisemitische Tendenzen
Dr. Iman Attia, Erziehungswissenschaftlerin in Berlin
Dr. Jochen Müller, Islamwissenschaftler Ufuq
Moderation: Prof. Dr. Maria do Mar Castro Varela, ASFH

15.30 - 16.30 Plenum, Präsentation der Ergebnisse und Schlusswort
Moderation: Prof. Dr. Ingrid Kollak, ASFH
Friedrich Ebert Stiftung