Szenische Lesung
- Mittwoch, 29. April 2026 09.00 – 11.00 Uhr In meinem Kalender speichern
…im Frühling hat man keine Lust zu sterben!
Abschiedsbriefe von Frauen aus der Todeszelle (1943–1945)
Mobiles Klassenzimmerstück mit Figurenspiel & Lesung von und mit Julia Raab
Krystina, Johanna, Hildegard – sechs Stunden bleiben ihnen, um zu entscheiden, was noch gesagt werden muss und an wen. Sechs Stunden bis zum sicheren Tod, organisiert durch die Bürokratie der NS-Justiz. Das mobile Klassenzimmerstück …im Frühling hat man keine Lust zu sterben! erforscht, wie aus einem kalten Gesetzestext ein existenzielles Ringen um Leben, Vernunft und Menschlichkeit wird. Frauen aus unterschiedlichen sozialen Schichten – Arbeiterinnen, Mütter, Widerstandskämpferinnen – kommen zu Wort. Mit Mitteln des Objekt- und Figurentheaters treten originale Abschiedsbriefe aus der Zeit des Nationalsozialismus aus der Justizvollzugsanstalt „Roter Ochse“ in Halle in einen intensiven Dialog. Entstanden ist ein Theaterstück, das Geschichte nicht erklärt, sondern erfahrbar macht. Es öffnet einen Raum für aktuelle Fragen: Wie gehen wir heute mit der Würde des Menschen, Macht und Missbrauch, mit staatlicher Gewalt und mit Widerstand um?
Das Klassenzimmerstück verwandelt historische Fakten in ein persönliches, intimes Erlebnis. Die unmittelbare Nähe zur Spielerin schafft eine starke emotionale Beteiligung und eröffnet intensive Gesprächsanlässe. Der anschließende Workshop reflektiert das Gesehene und schlägt bewusst den Bogen ins Heute.
Im April in einer Berufsschule in Wernigerode!
- Adresse
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▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
- Veranstalter*in
- Landesstiftung Sachsen-Anhalt
- Sprache
- Deutsch