Podiumsdiskussion
- Dienstag, 10. März 2015 19.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Immer nur das Militär?
Der zivilen Krisenprävention mehr Einfluss verschaffen
Mit:
- Winfried Nachtwei, Ex-MdB Bündnis 90/Die Grünen; Publizist
- Heidi Meinzolt, Internationale Frauenliga für Freiheit und Frieden
- Thomas Nehls, Freier Journalist, ehem. ARD-Korrespondent
Moderation:
- Oliver Knabe, Geschäftsführer Forum Ziviler Friedensdienst
Der Krieg in der Ukraine hat sich in den letzten Monaten trotz hektischer diplomatischer Bemühungen intensiviert, die Kriege im Irak und in Syrien finden keine Unterbrechung: Gewaltgeprägte militärische Auseinandersetzungen bestimmen die sicherheits- und außenpolitische Agenda in den letzten Jahren zunehmend. Dabei standen in Deutschland vor allem Diskussionen um Auslandseinsätze der Bundeswehr, militärische Antworten auf die ausufernde Gewalt im Irak und in Syrien und zuletzt gar Wiederaufrüstungsüberlegungen als Folge der Ukraine-Krise im Vordergrund. Das Politikfeld Krisenprävention, die Debatten und Argumente um präventive Konzepte zur Verhinderung "ultima-ratio"-Situationen, in denen Militäreinsätze unausweichlich scheinen, erfahren nicht genügend Aufmerksamkeit - zumindest darin sind sich Politik und Zivilgesellschaft seit Jahren einig.
Wie lässt sich dieses Grundproblem deutscher Friedenspolitik überwinden – und welche Erfahrungen aus anderen gesellschaftlichen/politischen Veränderungsprozessen lassen sich nutzen, um Präventivkonzepten zukünftig eine höhere Relevanz zu verschaffen?
Wie entsteht der notwendige öffentliche Druck, der für die Umsetzung einer umfassenden und relevanten Präventionspolitik nötig ist? Welche Strategien für einen Paradigmenwechsel zum Vorrang für zivile Krisenprävention sind erfolgversprechend? Wie lässt sich die Diskrepanz zwischen Erwartungen an Krisenprävention, an Rhetorik zu Krisenprävention und tatsächlichen Maßnahmen, Strukturen und finanzieller Ausstattung mindern?
Eine Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung mit dem Forum Ziviler Friedensdienst im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Krisenprävention im Kontext deutscher Außen- und Friedenspolitik“.
Anmeldungen sind nicht notwendig.
Information:
Stephanie Mendes Candido
Referat Außen- und Sicherheitspolitik
Heinrich-Böll-Stiftung
E-Mail mendes-candido@boell.de
Telefon +49 (0)30-285 34-390
Fachkontakt:
Gregor Enste
Referat Außen- und Sicherheitspolitik
Heinrich-Böll-Stiftung
E-Mail enste@boell.de
Telefon +49 (0)30-285 34- 393
- Adresse
-
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Schumannstr. 8
10117 Berlin
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
- Teilnahmegebühren
- frei