Workshop Freitag, 04. Oktober 2019 – Sonntag, 06. Oktober 2019 /
Berlin

Informativ oder illustrativ? Bilder im Nachrichtenjournalismus

Datum, Uhrzeit
Fr., 04. Okt. 2019, 16.00 Uhr  –
So., 06. Okt. 2019, 13.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Sprache
Deutsch
Veranstalter/in
Landesstiftung Berlin (Bildungswerk)
Rechtliches
Allgemeine Geschäftsbedingungen
Fotografische Bilder stellen im tagesaktuellen Nachrichtenjournalismus nicht nur ein zentrales Informationsmedium dar, sie strukturieren darüber hinaus unseren Medienkonsum in dem sie unsere Blicke auf bestimmte Artikel und Themen lenken. Fotografien in zeitgenössischen Print- oder Onlinemedien fungieren dabei als komplexe Medienbilder und interagieren mit vielschichtigen Bild-, Text- und Videoelementen. Dies macht es immer komplexer, die Bedeutung einzelner Bilder unabhängig vom Kontext zu entschlüsseln und macht Fragen nach der Glaubwürdigkeit visueller Medieninhalte virulent.

Viele Medienkonsument*innen verlieren angesichts dieser Situation das Vertrauen in die Medien und journalistische Produkte. Damit erodiert auch die Glaubwürdigkeit von fotojournalistischen Bildern, was angesichts der Debatten um "Fake News" und "Lügenpresse" eine eminent politische Dimension bekommt.

- Wem wollen wir was glauben?
- Was ist die politische Funktion fotojournalistischer Bilder?
- Kann nach der postmodernen Fotokritik Bildern überhaupt noch Glaubwürdigkeit zugesprochen werden?

Diese und viele andere Fragen, werden wir uns in diesem Workshop stellen.

Das Workshop "Informativ oder illustrativ?" hat zum Ziel, den Raum für eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Medium Fotografie im zeitgenössischen Journalismus zu schaffen, um oben die oben angerissenen Aspekte zu thematisieren. Die Teilnehmer*innen bekommen im Seminar einen Überblick über den zeitgenössischen Fotojournalismus, seine theoretische Verortung, seine Erzählweisen sowie seine publizistische Verwertung. Der Workshop ist partizipativ angelegt und folgt einem Methodenmix der die Einbeziehung der Teilnehmer*innen zum Ziel hat.

Felix Koltermann arbeitet als Referent in der Erwachsenenbildung und freier Kulturjournalist. Von 2016 bis 2019 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Hildesheim. Er hat an der Universität Erfurt über die fotojournalistische Produktion in Israel/Palästina promoviert und einen Abschluss als Diplom-Fotodesigner sowie Friedens- und Konfliktforscher (M.P.S.). Seine fachlichen Schwerpunkte sind die medienwissenschaftliche Bildanalyse, Fotojournalismus und konfliktsensitiver Journalismus.

Die Veranstaltung wird mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin finanziert.