Bildungsreise
- Sonntag, 24. Januar 2027 – Sonntag, 7. Februar 2027 In meinem Kalender speichern
Internationale Begegnungsreise der Freundinnen und Freunde der Heinrich-Böll-Stiftung nach Senegal
In einer Region, in der Militärjuntas und autoritäre Langzeitherrscher vielerorts die Politik bestimmen, hebt sich Senegal durch seine lange demokratische Tradition ab. Eine lebendige Zivilgesellschaft ist in den vergangenen Jahren immer wieder für ihre demokratische Rechte und soziale Gerechtigkeit auf die Straße gegangen. Vor allem die engagierte Jugend treibt den politischen Wandel im Senegal maßgeblich voran. Selbstbewusst und kritisch fordert sie mehr soziale Gerechtigkeit und die Überwindung kolonialer Kontinuitäten. Doch der politische Aufbruch im Land trifft auf große Herausforderungen: Die Erwartungen an spürbare Verbesserungen der Lebensbedingungen sind hoch, doch die enorme Staatsverschuldung schränkt den politischen Handlungsspielraum erheblich ein. Die Klimakrise ist für viele Menschen längst gelebter Alltag. Küstenerosion und zunehmende Dürren bedrohen ihre Lebensgrundlagen. Die Förderung von Erdöl und Erdgas verspricht neue Einnahmen, wirft aber grundlegende Fragen nach einer gerechten und ökologisch nachhaltigen Entwicklung auf.
Senegal steht damit beispielhaft für zentrale Zukunftsfragen des afrikanischen Kontinents: Wie lassen sich wirtschaftliche Entwicklung und ökologische Transformation miteinander verbinden? Wie lassen sich strukturelle Abhängigkeiten abbauen und zugleich Partnerschaften aufbauen, von denen beide Seiten profitieren? Und welche Rolle kann Senegal angesichts der wachsenden Instabilität in der Sahelregion spielen?
Die Heinrich-Böll-Stiftung ist seit 2018 mit einem Büro in Dakar vertreten. Gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Organisationen, feministischen Initiativen, Wissenschaftler*innen und jungen Aktivist*innen setzt sich das Team für eine demokratische, geschlechtergerechte und sozial-ökologische Transformation ein. Im Mittelpunkt stehen die Energiewende und eine gerechte Nutzung natürlicher Ressourcen, nachhaltige Stadtentwicklung und Ernährungssouveränität, die Stärkung demokratischer Teilhabe und feministischer Bewegungen.
Die Reise verbindet politische Begegnungen mit kulturellen und historischen Einblicken und führt von der pulsierenden Metropole Dakar über Saint-Louis, das einstige politische Zentrum Französisch-Westafrikas, bis in die Mangrovenlandschaften des Sine-Saloum-Deltas. Im Mittelpunkt stehen die demokratische Entwicklung Senegals, die politischen Umbrüche in der Sahelregion, Migration, Geschlechtergerechtigkeit und der Umgang mit der Klimakrise. Gespräche mit unseren Partner*innen, Austausche mit lokalen Gemeinschaften und Aktivist*innen sowie dekoloniale Stadtführungen und kulturelle Veranstaltungen bieten vielfältige Perspektiven auf diese Themen. Die Reise zeigt, wie Menschen vor Ort auf soziale Ungerechtigkeit, Umweltzerstörung und die Ausbeutung natürlicher Ressourcen reagieren und dabei neue Formen des Engagements und des gesellschaftlichen Wandels entstehen.
Sie sind herzlich eingeladen!
Die Reise richtet sich an Mitglieder und andere Ehrenamtliche der Heinrich-Böll-Stiftung, steht aber auch allen anderen Interessierten offen.
In Zusammenarbeit mit der Ventus Touristik GmbH, Krefelder Str. 8, 10555 Berlin, office@ventus.com, Tel.: 030-39 10 03 32
Anmeldungen bitte an cichon@boell.de.
Alle Details finden sich im Programm. Die Reise wird im Bundesland Berlin als Bildungszeit beantragt.
Files
- Zeitzone
- UTC+00:00
- Veranstaltungsreihe
- Eine Veranstaltung der Freundinnen und Freunde
- Adresse
-
▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
- Sprache
- Deutsch
- Französisch
- Teilnahmegebühren
- siehe Ausschreibung