- Donnerstag, 21. Juni 2007 – Samstag, 23. Juni 2007 In meinem Kalender speichern
Internationale Tagung: De/Konstruktionen von Okzidentalismus. Eine geschlechterkritische Intervention in die Herstellung des Eigenen am Anderen
In Debatten um ‚Parallelgesellschaften’, Integrationspolitiken und die ‚Demokratietauglichkeit’ von ImmigrantInnen aktualisieren sich nicht nur Ängste vor ‚Überfremdung’, sondern die Beschreibungen des ‚Fremden’ dienen auch einer Absicherung und Neukonstruktion des (unausgesprochenen) ‚Eigenen’. Das legt theoretisch eine Bezugnahme auf den Begriff ‚Orientalismus’ (Edward Said) nahe, der Konzepte eines orientalischen ‚Anderen’ als Konstruktionen kolonialer Überlegenheit analysiert hat. Angesichts von gegenwärtigen ‚Cultural Wars’ gegenüber muslimischen
und anderen als ‚fremd’ identifizierten ImmigrantInnen in europäischen Einwanderungsländern kann von einem NeoOrientalismus gesprochen werden. Dieser steht im Zusammenhang mit Euround Ethnozentrismus, der in postkolonialen Theorien auch ‚Okzidentalismus’ (Fernando Coronil) genannt wird. Die Tagung will sich
mit einer Neukonstruktion von ‚Abendländischkeit’ im Sinne eines ‚kritischen Okzidentalismus’ befassen. Diese neue Okzidentalität wird über angeblich unüberbrückbare kulturelle ‚Differenz’ argumentiert, die sich angeblich vorwiegend in geschlechtsund sexualpolitischen Feldern (Patriarchat, Kopftuch, Zwangsheirat) manifestieren soll. Die Konferenz wird sich dementsprechend um einen Transfer genderkritischer postkolonialer Theorie auf deutsch/europäische Verhältnisse bemühen. Ziel des Unternehmens ist es, über eine hegemonie(selbst)kritische Dezentrierung von Okzidentalität, Wege zu einer Unterbrechung der Konstruktion des ‚Eigenen’ am ‚Anderen’ zu diskutieren.
Programm (PDF)
und anderen als ‚fremd’ identifizierten ImmigrantInnen in europäischen Einwanderungsländern kann von einem NeoOrientalismus gesprochen werden. Dieser steht im Zusammenhang mit Euround Ethnozentrismus, der in postkolonialen Theorien auch ‚Okzidentalismus’ (Fernando Coronil) genannt wird. Die Tagung will sich
mit einer Neukonstruktion von ‚Abendländischkeit’ im Sinne eines ‚kritischen Okzidentalismus’ befassen. Diese neue Okzidentalität wird über angeblich unüberbrückbare kulturelle ‚Differenz’ argumentiert, die sich angeblich vorwiegend in geschlechtsund sexualpolitischen Feldern (Patriarchat, Kopftuch, Zwangsheirat) manifestieren soll. Die Konferenz wird sich dementsprechend um einen Transfer genderkritischer postkolonialer Theorie auf deutsch/europäische Verhältnisse bemühen. Ziel des Unternehmens ist es, über eine hegemonie(selbst)kritische Dezentrierung von Okzidentalität, Wege zu einer Unterbrechung der Konstruktion des ‚Eigenen’ am ‚Anderen’ zu diskutieren.