Freitag, 17. August 2007 16.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Internationaler Sozialistischer Frauenkongress

Am 17. August 1907 trafen sich Frauen zum ersten internationalen Sozialistinnenkongress in Stuttgart. Genau einhundert Jahre später lädt die Bundestagsfraktion DIE LINKE. unter Beteiligung der Landesarbeitsgruppe Frauen Baden-Württemberg der LINKEN ein zum Internationalen Sozialistischen Frauenkongress.

Frauen, die sich in den sozialistischen Bewegungen und Parteien organisierten, spielten in den politischen Auseinandersetzungen aller Länder eine große Rolle. Darunter auch Clara Zetkin. Sie hielt die Eröffnungsrede beim Stuttgarter Kongress 1907. Am 5. Juli 2007 wäre ihr 150. Geburtstag. Ihr wird auf dem Kongress besonders gedacht werden.

Aber wir erinnern uns auch an Rosa Luxemburg, Alexandra Kollontai, Käthe Kollwitz, Emma Goldmann, Dolores Ibarruri, genannt die Pasionaria, Frida Kahlo, Tina Modotti, Tamara Bunke, Fasia, Simone de Beauvoir und viele, viele andere.

Zu vier Themenschwerpunkten werden Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE mit `historischen Frauen`, heutigen Aktivistinnen und internationalen Gästen diskutieren.

Die Konferenz wird so Vergangenheit und Gegenwart zusammenführen und einen Blick in die Zukunft werfen. Mit dabei die Abgeordneten Kirsten Tackmann, HeikeHänsel und Sevim Dagdelen sowie Annette Groth, Ellen Diederich, Gisela Kessler, Heidi Scharf, Lidia Menapace, Silvia Ofori, Thalia Campbell, Litsa Doudoumi und weitere Referentinnen.

1. Frauen und Arbeit
Erwerbslosigkeit, Lohndiskriminierung und jede Menge unbezahlte Arbeit: Die Forderung nach Existenz sichernder Arbeit für Frauen ist so aktuell wie eh und je. Bis heute machen Frauen 2/3 aller Arbeit und erhalten dafür 1/10 des Lohnes. Die Teilnehmerinnen des ersten Forums diskutieren über alltägliche Arbeitskämpfe, Strategien gegen die geschlechterspezifische Arbeitsteilung und alternative Arbeitsmodelle.

2. Frauen und Frieden
Die meisten Opfer in Kriegen sind Kinder und Frauen – gleichzeitig leisten sie den größten Teil der Friedensarbeit weltweit. Im zweiten Forum geht es um die Bedingungen für einen umfassenden Frieden und ein Leben, das frei ist von Unterdrückung, Ausbeutung, Gewalt, Umweltzerstörung und Krieg, und um die Ideen der Teilnehmerinnen für eine nachhaltige Friedenspolitik.

3. Frauen und Globalisierung
Die Globalisierung im Interesse der Konzerne greift in vielfacher Hinsicht negativ in das Leben von Frauen ein. Ob Niedriglohnsektor in Europa oder Maquiladoras in Lateinamerika – Millionen Frauen werden weltweit ausgebeutet. Gleichzeitig engagieren sich viele für ein würdevolles Leben, in dem menschliche Grundbedürfnisse wie Nahrung, Bildung und Gesundheit gesichert sind. Über Alternativen zur neoliberalen Globalisierung diskutieren die Teilnehmerinnen im dritten Forum.

4. Frauen in Politik und Gesellschaft
Im öffentlichen politischen Leben sind Frauen nach wie vor unterrepräsentiert. Ob und wie ihre Interessen und Perspektiven schon in die Politik der LINKEN. Eingang gefunden haben und welche Defizite noch zu überwinden sind, wird Thema in der vierten und letzten Diskussionsrunde sein.
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