Mittwoch, 07. September 2011 19.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Internet-Zensur und Netzpolitik in China

So sehr Hardliner der chinesischen Regierung darum bemüht sind, Opposition und kritische Stimmen im Keim zu ersticken - so ganz gelingt es ihnen häufig nicht. Und zwar dem Internet sei Dank.

Obwohl in China Medienzensur herrscht, zahlreiche Webseiten und soziale Netzwerke blockiert sind und Internetpolizisten regelmäßig die Webseiten durchforsten, hat sich in der Volksrepublik  eine lebhafte politische Netzkultur entwickelt. Und die Gemeinde ist gigantisch: Über 500 Millionen Menschen bewegen sich inzwischen regelmäßig online. Damit hat China die größte Netzgemeinde der Welt.

Doch wie läuft Netzaktivismus in China? Wie gefährlich ist es derzeit, im chinesischen Internet Systemkrititik zu üben? Wie umgehen die Aktivisten die große Firewall? Wird es auch in China schon bald zu einem`arabischen Frühling` kommen?

Referent: Michael Anti, Journalist und in China einer der meist gelesenen Blogger. Er hat unter anderem schon für die New York Times gearbeitet. Über Twitter und chinesische Microblog-Dienste verbreitet er seine Ansichten. `China hat heute die besten Kontrollen`, sagt Michael. `Doch auch die besten Hacker.` Und er ist einer von ihnen.

Moderation: Sven Hansen, Asienredakteur der taz - die tageszeitung