- Montag, 16. März 2009 19.45 – 21.45 Uhr In meinem Kalender speichern
Irakische Flüchtlingskrise und die Verantwortung Europas
Podiumsdiskussion
Fast sechs Jahre nach der Invasion hat sich die Sicherheitslage im Irak zwar verbessert, ist aber immer noch fragil. Das Interesse an der Beendigung der Besatzung und dem Rückzug der US Armee überschatten eine der weltweit größten humanitären Krisen, die als Folge des Kriegs entstanden ist.
Konfessionsgebundene Auseinandersetzungen, ethnische Säuberung, politische und kriminelle Gewalt und Terror, Mangel an Sicherheit, Verlust von Lebensunterhalt und sicherer Heimat, Inflation und das Fehlen der Grundversorgung vertrieben mehr als vier Millionen Iraker aus ihrem Zuhause. Ungefähr 4,5 Millionen Iraker gelten als Flüchtlinge, davon etwa die Hälfte im eigenen Land, die andere Hälfte zum Großteil in Syrien (1,5 Mio) und in Jordanien (500.000), der Rest verteilt sich auf Nachbarländer, einige zehntausend sind nach Europa und in die USA geflohen. UNHCR geht davon aus, dass 90% der Flüchtlinge schwer traumatisiert sind und dass vielen von ihnen jegliche Zukunftsperspektive fehlt.
Diese Situation bedeutet eine enorme Herausforderung für den Irak, die Nachbarländer und für die internationale Gemeinschaft, für Politiker und Entscheidungsträger, für zivilgesellschaftliche Akteure und humanitäre Organisationen. Nur in einer gemeinsamen, außerordentlichen Kraftanstrengung aller Beteiligten kann eine langfristige Lösung gefunden werden. Diese liegt einerseits in der Bereitschaft, akute Hilfe und Unterstützung für die Betroffenen zu leisten, wie auch nach langfristigen Lösungen zu suchen. Maßnahmen, die sowohl die Möglichkeit einer sicheren Rückkehr und Zukunft im Irak, als auch die Integration von Flüchtlingen in anderen Ländern eröffnen, bieten allen Seiten eine Zukunftsperspektive.
Podium
- Kerstin Müller, MdB, Bündnis 90/Die Grünen. Berlin
- Wolfgang Bosbach, MdB, CDU/CSU, Berlin
- Hanaa Edwar, Iraqi al Amal, Bagdad, Irak
- Urs Frühauf, Berater der EU, Damaskus, Syrien
Moderation
Muriel Asseburg, Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin
Konfessionsgebundene Auseinandersetzungen, ethnische Säuberung, politische und kriminelle Gewalt und Terror, Mangel an Sicherheit, Verlust von Lebensunterhalt und sicherer Heimat, Inflation und das Fehlen der Grundversorgung vertrieben mehr als vier Millionen Iraker aus ihrem Zuhause. Ungefähr 4,5 Millionen Iraker gelten als Flüchtlinge, davon etwa die Hälfte im eigenen Land, die andere Hälfte zum Großteil in Syrien (1,5 Mio) und in Jordanien (500.000), der Rest verteilt sich auf Nachbarländer, einige zehntausend sind nach Europa und in die USA geflohen. UNHCR geht davon aus, dass 90% der Flüchtlinge schwer traumatisiert sind und dass vielen von ihnen jegliche Zukunftsperspektive fehlt.
Diese Situation bedeutet eine enorme Herausforderung für den Irak, die Nachbarländer und für die internationale Gemeinschaft, für Politiker und Entscheidungsträger, für zivilgesellschaftliche Akteure und humanitäre Organisationen. Nur in einer gemeinsamen, außerordentlichen Kraftanstrengung aller Beteiligten kann eine langfristige Lösung gefunden werden. Diese liegt einerseits in der Bereitschaft, akute Hilfe und Unterstützung für die Betroffenen zu leisten, wie auch nach langfristigen Lösungen zu suchen. Maßnahmen, die sowohl die Möglichkeit einer sicheren Rückkehr und Zukunft im Irak, als auch die Integration von Flüchtlingen in anderen Ländern eröffnen, bieten allen Seiten eine Zukunftsperspektive.
Podium
- Kerstin Müller, MdB, Bündnis 90/Die Grünen. Berlin
- Wolfgang Bosbach, MdB, CDU/CSU, Berlin
- Hanaa Edwar, Iraqi al Amal, Bagdad, Irak
- Urs Frühauf, Berater der EU, Damaskus, Syrien
Moderation
Muriel Asseburg, Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin