Podiumsdiskussion Dienstag, 21. Januar 2020 /
Berlin

Iran - USA: Nach der Tötung Soleimanis

Strategische Eskalation oder diplomatischer GAU?

Soldat auf Patrouille. Urheber/in: Photo RNW.org. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons License.
Datum, Uhrzeit
Di., 21. Jan. 2020,
19.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Schumannstr. 8
10117 Berlin
Sprache
Deutsch
Englisch
Simultanübersetzung
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Rechtliches
Allgemeine Geschäftsbedingungen
Livestream
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Am 3. Januar töteten die USA mit einem gezielten Raketenangriff im Irak den Kommandeur der Al-Quds-Brigaden, Kassem Soleimani, der als wichtigster Stratege des militärischen Engagements des Irans in der Region gilt. Die iranische Führung und die Revolutionsgarden kündigten harsche Vergeltungsschläge an. Bislang beschränkte sich der Iran auf eher symbolische Angriffe auf US-Basen im Irak und zeigte auch bei seinen Ankündigungen bezüglich des Atomabkommens Augenmaß. Die Gefahr einer weiteren Eskalation ist jedoch noch nicht gebannt.

Zugleich kommt es in Iran zu massiven Protesten der Bevölkerung gegen das Regime, insbesondere nach dem klar wurde, dass das iranische Militär den Abschuss eines Passagierflugzeugs zu verantworten hat, der für alle 176 -zumeist iranischen- Reisenden tödlich endete. Auch in den USA erhält Präsident Donald Trump Gegenwind aus den eigenen Reihen und es mehren sich Zweifel, ob sich Trumps Entscheidung im Wahlkampfjahr gerade mit Blick auf die eigene Wählerschaft langfristig als hinreichend durchdacht erweist. Zeitgleich wächst die irakische Protestbewegung, die ihre Forderungen nach Selbstbestimmung und gegen iranischen sowie amerikanischen Einfluss immer deutlicher formuliert.

Auf der Abendveranstaltung ordnen die Podiumsgäste die jüngste Zuspitzung im iranisch-amerikanischen Konflikt innenpolitisch und geostrategisch ein. Außerdem fokussiert die Diskussion die möglichen Folgen einer militärischen Eskalation sowohl für das Machtgefüge als auch für die Menschenrechtslage im Mittleren Osten. Welche Mittel stehen der europäischen und insbesondere deutschen Außenpolitik zur Verfügung eine unkontrollierte Kettenreaktion zu verhindern? Und wie ist es um das für Europa weiterhin wichtige Atomabkommen bestellt?

Mit:

  • Dr. Azadeh Zamirirad, Politikwissenschaftlerin, Stiftung Wissenschaft und Politik
  • Dr. Bahman Nirumand, Autor des Iranreports
  • Prof. Başak Çalı, Völkerrechtlerin, Hertie School
  • Dr. Cornelius Adebahr, Politikberater und Analyst, Carnegie Endowment

Moderation: Dr. Bente Scheller, Leiterin des Referats Nahost & Nordafrika, Heinrich-Böll-Stiftung


Sprache: Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Englisch mit Simultanübersetzung statt.

Die Veranstaltung wird auch als Livestream übertragen.

 

Interview mit unseren Büroleitungen Bastian Hermisson aus Washington, Joachim Paul aus Beirut und Dr. Steffen Hagemann aus Tel Aviv: Nach der Tötung Soleimanis – eine Einordnung
 

Information:    
Anja Hoffmann
Referentin, Heinrich-Böll-Stiftung
E-Mail Hoffmann@boell.de