Dienstag, 04. April 2006 19.30 – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern

Jour Fixe: Debatten zur Internationalen Politik

Italien vor der Entscheidung: Das Ende des „Berlusconismo“?

Es diskutieren:<br> <b>Elisabetta de Constanzo</b>, Lehrbeauftragte an der FU Berlin, Vorsitzende des demokratisch gewählten Vertretungsgremiums der Italiener in Berlin (COMITES), Kandidatin der Partei Italia dei Valori / Di Pietro für den italienischen Senat im Wahlkreis "Italiener im Ausland"<br> <br> <b>Paolo Valentino</b>, Korrespondent des Corriere della Sera in Berlin (angefragt)<br> <br> <b>Michael Braun</b>, Korrespondent der tageszeitung taz in Rom<br> <br> Am 9./10. April wählen knapp 50 Millionen Italiener ein neues Parlament – und so oder so ist dieser Wahlgang Silvio Berlusconis letzte Schlacht. Seit nunmehr 12 Jahren, seit seinem Eintritt in die Politik 1994, beherrscht der Medienunternehmer die politische Szene Italiens, und seit fünf Jahren regiert er das Land mit seiner Rechtskoalition.<br> <br> Jetzt tritt der knapp 70-Jährige ein letztes Mal an. "Mindestens zehn Jahre, um das Land umzubauen", hatte Berlusconi im Jahr 2001 von den Wählern verlangt. Sollte er siegen, so droht dieser "Umbau" tatsächlich vollendet zu werden, mit einem Berlusconi, der wohl das Amt das Regierungschefs aufgeben würde, um sich zum Staatspräsidenten wählen zu lassen.<br> <br> Wird Berlusconi den Urnengang noch einmal für sich entscheiden oder wollen die italienischen BürgerInnen nun endlich den Wechsel? Ist Prodis (früher EU-Kommissionspräsident) Bündnis stabil genug, eine volle Legislatur zu überstehen? Was sind die wichtigsten Projekte für eine neue Regierung, wie kann der "Berlusconismo" überwunden werden? Wie kann sich Italien europapolitisch neu positionieren? Welche Rolle spielen dabei die zum ersten Mal im "Wahlkreis Europa" mitwählenden "AuslandsitalienerInnen"? <br><br> <b>Moderation</b>:<br> Rebekka Göhring, Heinrich-Böll-Stiftung