Donnerstag, 10. Januar 2008 19.00 In meinem Kalender speichern

`Jud Süss` – Geschichte(n) einer Figur | Ausstellungseröffnung

Im Zentrum der Ausstellung steht der historische „Jud Süß“: Joseph Süß Oppenheimer, ein „Hofjude“ am Württembergischen Hof des frühen 18. Jahrhunderts, der in die deutsch-jüdische Geschichte eingegangen und bis heute äußerst umstritten ist. Joseph Süß Oppen-heimer wurde zur historischen Figur „Jud Süß“. Eine Figur, die bereits zu Oppenheimers Lebzeiten antijüdisch gezeichnet wurde, ihre antisemitische Prägung aber vor allem durch Veit Harlans Film „Jud Süß“ (1940) erhielt. Bis heute ist „Jud Süß“ ein Begriff und bietet im-mer wieder Anlass für Auseinandersetzungen.

Die Ausstellung präsentiert in vier Abschnitten die Geschichte(n) des „Jud Süß“: seine Bio-graphie, die literarische Rezeption des „Jud Süß“-Themas bei Wilhelm Hauff und Lion Feuchtwanger, die propagandistische Deutung des Stoffes in der nationalsozialistischen Zeit und die gesellschaftlichen Konflikte um die Figur „Jud Süß“ nach 1945.
Die Text- und Bildtafeln der Ausstellung werden durch Filmausschnitte, eine Hörstation und einen Büchertisch ergänzt.

 „’Jud Süß’ – Geschichte(n) einer Figur“ wurde von einer Gruppe junger Göttinger Geistes- und Sozialwissenschaftlerinnen konzipiert und in Zusammenarbeit mit der St. Jacobi Ge-meinde Göttingen und der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Göttingen e.V. erarbeitet.

Eröffnungsvortrag: Miriam Hesse, Braunschweig
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