Samstag, 01. April 2006 – Samstag, 08. April 2006 In meinem Kalender speichern

Kanaken-Tage

Veranstaltungs- und Aktionsreihe

Dass der Begriff <b>"Kanake"</b> in der polynesischen Sprache Mensch bedeutet, hat eigentlich gar nichts mit dem derzeitigen Gebrauch dieses Begriffs in Deutschland zu tun. Vielmehr verweist die politische Selbstermächtigung und selbstbewusste Aneignung des diskriminierend gemeinten Begriffs "Kanake" auf den Widerstand von Kids der zweiten und dritten Einwanderergeneration gegen gesellschaftlichen und institutionalisierten Rassismus. Es ist auch der Widerstand gegen eine Politik der "Superassimilation" und rigorosen Anpassung an eine "Deutsche Leitkultur". Wir wehren uns gegen eine Gesellschaft, die auf der einen Seite den "ausländischen Mitbürger" betätschelt und auf der anderen einen deutschen Sprachkodex auf Schulhöfen und in Jugendzentren durchsetzt oder durchsetzen will! Da guckst du!<br> <br> Mit der Veranstaltungs- und Aktionsreihe wollen wir alle dazu einladen unsere <b>Gesellschaft zu verändern</b>. Hier zählt nicht Herkunft, Religion, Leistung und Arbeit, sondern allein der Mensch. Die Festlegung auf Nationalität und die damit verbundene Identitätsstiftung verkennt die multiplen Gedanken und Ideen von Menschen. Entschieden treten wir auch der Verwertungslogik entgegen, in der Menschen als "nützlich" oder "unnutz" gelten.<br> <br> Erzählen wollen wir von Widerständen gegen <b>Ausgrenzung und Diskriminierung</b> und danach mit allen in Diskussion treten, um diskriminierende Zustände in unserer Gesellschaft durch Selbstorganisierung und politischem Engagement zu verändern. Freuen würden wir uns, wenn wir durch diese Reihe eine Vernetzung verschiedener Gruppen und Einzelpersonen gegen Rassismus und jede andere Form der Diskriminierung Vorschub leisten könnten.<br> <br> <b>Auftaktveranstaltung am 01.04.2006</b>:<br> Diavortrag: "Fremde Heimat"<br> Eine Geschichte der Einwanderung aus der Türkei<br> <br> Referent: Wulf Schade (Köln)