- Mittwoch, 06. Mai 2009 20.00 – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Keine Supermacht, nirgends
Buchpräsentation und Gespräch
Mit:
Joscha Schmierer, Autor, Berlin
Jürgen Trittin, Stellv. Fraktionsvorsitzender und Spitzenkandidat, Bündnis 90/ Die Grünen, Berlin
Ralf Fücks, Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin
Joscha Schmierer, Jürgen Trittin und Ralf Fücks diskutieren die zentralen Thesen des Buches „Keine Supermacht, nirgends – Den Westen neu erfinden“ von Joscha Schmierer.
Entsteht eine neue Weltordnung? Nach dem Verschwinden des Sowjetimperiums 1989 und dem Erstarken neuer Mächte wie China und Indien entwickeln sich Formen globaler Integration.
Als 1989 die brutale Ordnung des Kalten Krieges zerbrach, in dem sich die Staaten eher recht als schlecht eingerichtet hatten, geriet das Gleichgewicht der Weltpolitik aus den Fugen:
Würden die USA als einzige Supermacht übrig bleiben und wie würden sie diese Funktion wahrnehmen? Würden sich neue Machtzentren entwickeln, etwa um Russland, wie dies anlässlich der Krise um Georgien diskutiert wurde? Oder könnte die UNO den Rahmen einer nichtpolaren Staatenwelt bilden? Welche Rolle könnte die EU spielen?
Joscha Schmierer analysiert in seinem neu erschienen Buch die heutige weltpolitische Konstellation in ihrer Entstehung und in ihren Grundzügen. Die Herausforderungen werden skizziert, vor denen eine europäische Außenpolitik steht. Solche Geländekunde ist die Voraussetzung kluger, das heißt auch ihrer Problematik bewusster Entscheidungen in Deutschland.
Joscha Schmierer war bis 1999 Redakteur der unabhängigen Monatszeitschrift `Kommune - Forum für Politik, Ökonomie und Kultur`. Danach arbeitete er bis 2007 als Mitarbeiter im Planungsstab des Auswärtigen Amtes. Seit Mai 2007 ist Joscha Schmierer freier Publizist und politischer Berater. Er studierte Geschichte, Philosophie und Germanistik in Tübingen, Heidelberg und Berlin.
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin