Mittwoch, 20. Februar 2008 19.30 – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern

Kenia: Wahlen und die Eskalation der Gewalt


Binnen weniger Wochen hat sich Kenia, seit Jahrzehnten Insel der Stabilität im unruhigen Ostafrika, selbst zum Krisenfall entwickelt: Angehörige von Minderheitsethnien werden verfolgt und brutal ermordet. In vielen Städten haben Milizen das Ruder übernommen, die Versorgung des Landes ist durch Straßenblockaden marodierender Banden gefährdet. Die wirtschaftliche Krise hat schon jetzt zehntausende Arbeitplätze gefordert – betroffen sind vor allem die Ärmsten.

Unterdessen tobt der politische Machtkampf weiter – trotz internationaler Vermittlung und unbeeindruckt von der Lage im Land.

- Lässt sich ein Bürgerkrieg in Kenia noch aufhalten? Wie ethnisch ist der Konflikt?
- Welche Verantwortung hat der Westen? Und was bedeutet Kenias Krise für die Region?

Unsere Gäste:

Marc Engelhardt, freier Afrika-Korrespondent (u.a. taz, Berliner Zeitung) aus Nairobi
Dr. Gero Erdmann, GIGA German Institute of Global and Area Studies, Institute of African Affairs, Hamburg

im Gespräch mit:
Dagmar Dehmer, Tagesspiegel, Berlin


Weiteres zum Thema:
Beim GIGA in Hamburg erschienene Analyse zur Lage in Kenia:
Axel Harneit-Sievers:
Kenia: Wahlen und die Eskalation der Gewalt
Focus Africa 1/2008

Der Beitrag skizziert, wie aus einem Streit um das fragwürdige Wahlergebnis eine Welle von Gewaltkonflikten entstand, die das bisher oft als `Hort der Stabilität am Horn von Afrika` betrachtete Kenia zu zerstören drohen.