Sonntag, 18. Oktober 2009 18.00 – 20.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Kinder von Sodom und Gomorrha -Warum afrikanische Jugendliche nach Europa flüchten

Feature und Podiumsgespräch

Das Hörfunk-Feature beschreibt in Szenen aus Westafrika und Europa die Vorgeschichte einer Nachrichtenmeldung, die man in Europa kennt: „Bootsflüchtlinge im Mittelmeer ertrunken“. Doch keine Flucht aus Afrika beginnt in einem Boot, und die Tragödien, die jeden Tag an den Grenzen Europas stattfinden, haben Hintergründe, die nicht mit der bloßen Sehnsucht nach einem besseren Leben zu erklären sind.

Jens Jarisch verfolgt einen Lebenslauf, dessen Fluchtpunkt Europa geworden ist. Er stößt dabei auf ein Gebiet in Accra (Ghana), wie es viele in  afrikanischen Städten gibt. Hier sind gestrandete und verstoßene Kinder in einem selbstzerstörerischen Überlebenskampf gezwungen, Elektronikmüll zu verarbeiten. Dieser Stadtteil heißt Sodom und Gomorrha und offenbart einen europäischen Ursprung.

Die anschließende Gesprächsrunde reflektiert Gründe für die Migration nach Europa und das Spannungsfeld von Grenzschutz- und Migrationspolitik.

Mit:
Jens Jarisch, Feature-Autor und Regisseur
Umeswaran Arunagirinathan, Autor des biografischen Berichts „Allein auf der Flucht“
Virginia Wangare-Greiner, Geschäftsführerin von Maisha e.V., Afrikanische Frauen in Deutschland

Moderation:
Mekonnen Mesghena, Heinrich-Böll-Stiftung