Workshop Samstag, 18. Juli 2020 – Sonntag, 19. Juli 2020 /
Berlin

Klima & Kapitalismus

Jugendseminar

Datum, Uhrzeit
Sa., 18. Juli 2020, 10.00 Uhr  –
So., 19. Juli 2020, 16.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung

Sprache
Deutsch
Veranstalter/in
Landesstiftung Berlin (Bildungswerk)
Es gilt als Binsenweisheit des linken Flügels der Klimabewegung, dass „der Kapitalismus“ für die Klimakatastrophe verantwortlich ist. Oft bleibt es allerdings bei dieser allgemeinen Aussage. In diesem Seminar wollen wir gemeinsam erforschen, wie genau unsere Wirtschaftsweise und der Anstieg der Treibhausgas-Emissionen zusammenhängen.

In einem ersten Schritt wollen wir herausarbeiten, was genau „Kapitalismus" bedeutet: Was macht ihn aus, welchen Logiken folgt er und welchen Einfluss hat er auf die Gesellschaftsform und den Menschen? Daran anschließend wollen wir analysieren, inwieweit der Anstieg der Emissionen von Treibhausgasen aus den Logiken der kapitalistischen Produktionsweise resultieren.

Am zweiten Tag werden wir uns mit den Folgen des Klimawandels beschäftigen. Dabei differenzieren wir, wer wo und auf welche Arten und Weisen davon betroffen ist. Denn es ist klar, dass die Konsequenzen des Klimawandels für den Globalen Süden deutlich fataler ausfallen als für den privilegierten Globalen Norden, und dass diese Folgen auch nicht erst seit gestern zu spüren sind. Aber auch in reichen Ländern wie Deutschland sind die Lasten des Klimawandels ungleich verteilt. Dies betrifft sogar die Gegenmaßnahmen, wenn zum Beispiel die Mieten nach einer energetischen Sanierung erhöht werden – während Eigenheimbesitzer ihre Sanierungskosten von der Steuer absetzen können.

Als Abschluss werden wir diskutieren, ob es überhaupt möglich ist, den Klimawandel im Kapitalismus zu bekämpfen, und wenn ja, zu welchem Preis? Wie sind die neoliberalen Maßnahmen der Politik in diesem Rahmen zu bewerten? Welche Alternativen gibt es darüber hinaus? Und wie können wir sicherstellen, dass der Kampf gegen den Klimawandel ein Kampf für Klimagerechtigkeit ist und nicht bestehende Ausbeutung und Machtstrukturen aufrechterhält?

Max Zeterberg hat Geschichte und Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und promoviert nun in Kassel zu emanzipatorischer und antikapitalistischer Jugendarbeit.

Susan Truong arbeitet seit vielen Jahren als politische Bildnerin. Ihr ist es besonders wichtig, Themen wie Anti-Kapitalismus und Anti-Faschismus aus einer migrantischen Perspektive zu beleuchten.

Das Seminar richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahre.

Achtung: Bitte nur mit hoher Verbindlichkeit zu diesem Workshop anmelden.
Wegen der Corona-Präventionsmaßnahmen ist die Teilnahme auf eine kleine Mindestteilnahmezahl begrenzt.
Wir sind aber darauf angewiesen, dass die angemeldeten Teilnehmer*innen auch wirklich kommen und teilnehmen.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin