- Mittwoch, 19. Oktober 2011 10.00 – 12.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Klimafinanzierung und Schutzklauseln
Erfahrungen aus Indonesien
Indonesien verfügt über die drittgrößte Fläche an Tropenwäldern der Erde. Im Jahr 2009 kündigte der indonesische Präsident, Susilo Bambang Yudhoyono an, dass das Land von nun an eine wichtige Rolle in den globalen Bemühungen für den Klimaschutz spielen soll. Indonesien würde versuchen, bis zum Jahr 2020 seine Treibhausgasemissionen um 26 Prozent zu reduzieren. Mit Unterstützung internationaler Partner sei sogar eine Verringerung der Emissionswerte um 41 Prozent möglich.
Diese ehrgeizige Ankündigung hat Indonesien in den Fokus diverser Programme zur Klimafinanzierung gebracht, die geschaffen wurden, um Emissionsreduktionen durch Vermeidung von Abholzung oder Degradierung von (Tropen-)Wäldern zu erreichen.
Eine Reihe von Pilot- und Wiederaufforstungsprojekten, gefördert durch die Weltbank sowie andere multilaterale, bilaterale und private Fonds, sind Indonesien vorgeschlagen worden oder haben bereits mit ihrer Arbeit begonnen.
Auch Deutschland hat zwischen 2010 und 2012 vier Milliarden US-Dollar für REDD+-Projekte weltweit bereitgestellt. `Reduzierte Emissionen aus Waldzerstörung und Walddegradierung` (REDD) heißt der Prozess, bei dem das Prinzip `Zahlung gegen Leistung` gilt. Aber welche Leistungen erwarten wir?
Die Wirkungen, die solche potentiellen Finanzierungsleistungen an Indonesien (und anderswo) entfalten, hängen vornehmlich davon ab, in welchem Umfang Sozial-, Umwelt- und Transparenz-Standards angewendet werden und betroffene Gemeinden durch das Prinzip der Einwilligung nach erfolgter Aufklärung in die Projektplanung einbezogen werden.
Aus Anlass der 4. Mitgliederversammlung der `Forest Carbon Partnership Facility`, die vom 17. bis 19. Oktober in Berlin stattfindet, laden wir sie zu einem Side-Event ein, um diese Fragestellungen vor dem Hintergrund konkreter Erfahrungen aus Indonesien zu diskutieren.
Die Panelist/innen sind:
- Titi Soentoro, Mitglied des NGO -Forum on the Asian Development Bank
- John Crutcher, Anwalt im Privatsektor und Investitionsplanungsexperte
- Korinna Horta, Urgewald
- Stephanie Fried, Ulu Foundation
- Jutta Kill, FERN (angefragt)
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin