Montag, 30. November 2009 18.30 – 00.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Klimapolitisches Handeln jetzt!

Die Arbeit der Heinrich-Böll-Stiftung in Brasilien und vor dem Weltklimagipfel in Kopenhagen

Der Weltklimagipfel in Kopenhagen vom 7.-18. Dezember muss ein Meilenstein der internationalen
Klimapolitik werden, wenn die Erderwärmung die 2° Grad Grenze nicht überschreiten soll. Doch der Sprung vom Wissen über die Dringlichkeit weltweiter Emissionsreduktion zum politischen Handeln ist weit. Daher begleitet die Heinrich-Böll-Stiftung die UN-Klimaverhandlungen seit vielen Jahren. Sie agiert weltweit als Impuls- und Ideengeberin, vernetzt regionale und internationale Akteure in der Klimapolitik und schafft den Nährboden für eine klimagerechte Politik. Sie stärkt Gerechtigkeit als Schlüsselkategorie in den Klimaverhandlungen, pocht darauf, dass die Industrieländer ihrer doppelten Verantwortung nachkommen und engagiert sich in der Debatte um Kontrollmechanismen, damit der Emissionshandel zu nachhaltigen Maßnahmen in den Entwicklungsländern führt.
Tilman Santarius, Referent für internationale Klima- und Energiepolitik, spricht über die Erwartungen, die die Heinrich-Böll-Stiftung an ein neues globales Klimaabkommen stellt. An konkreten Beispielen zeigt er auf, welche Rolle die Stiftung in den internationalen Klimaverhandlungen und speziell in der Vorbereitung und Begleitung des Gipfels in Kopenhagen übernimmt.

Kann der Wald das Klima retten?
Die ungebremste Zerstörung der tropischen Regenwälder ist ein wichtiger Faktor für den Klimawandel. Deshalb soll auf dem Klimagipfel in Kopenhagen auch die Frage eine Rolle spielen, wie die Reduzierung der Entwaldung in ein neues Klimaabkommen einbezogen werden kann. Der Klima-Wald-Komplex (REDD) hat einerseits große Hoffnungen geweckt, andererseits auch Befürchtungen provoziert. Brasilien spielt in dieser Debatte eine Schlüsselrolle. Mit dem Amazonasgebiet beherbergt das Land die größten Regenwälder der Welt und ist in den Klimaverhandlungen ein wichtiger Player.

Thomas Fatheuer, Leiter des Landesbüros Brasilien, zeichnet die klimapolitischen Herausforderungen und Debatten in Brasilien nach, die unter ganz anderen Voraussetzungen als in Europa verlaufen. Er stellt dar, wie die Heinrich-Böll-Stiftung diese Debatte in Brasilien begleitet, wer ihre Partner/innen sind und welche Rolle die Reduzierung der Entwaldung in den Klimaverhandlungen spielt.

Mit:
Dr. Thomas Fatheuer
(Leiter des Büros der Heinrich-Böll-Stiftung in Rio de Janeiro)
Tilman Santarius (Referent für internationale Klima- und Energiepolitik)