Mittwoch, 28. November 2007 14.00 – 18.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Klimaschutzpolitik - Wie geht es weiter nach G8?

Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung

Nach dem G8-Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs im Juni 2007 ist Klimaschutz und Klimaschutzpolitik auch im internationalen Rahmen an die Spitze der Agenda vorgestoßen. Das allein ist schon als großer Erfolg zu werten, war dieses Thema doch bislang eher als deutsches bzw. europäisches Minderheiten-Hobby angesehen, dass gegen die bis dato prioritären Themen wie Welthandelsliberalisierung oder Währungsprobleme nicht konkurrieren konnte.Von der Anerkennung des Klimawandels als politikwürdiges Problem zu konkretem Handeln ist allerdings noch ein weiter Weg zurückzulegen. Mit der Verweisung des Themas in multilaterale Verhandlungsrunden im Rahmen der UN haben sich insbesondere die gegenwärtigen und zukünftigen `großen` CO2 Emittenten-Staaten USA, China und Indien erfolgreich konkreten Festlegungen entzogen - bis auf weiteres.Unterschiedliche Geschwindigkeiten in der Klimaschutzpolitik drohen das gesamte Gefüge der multilateralen Vereinbarungen zu konterkarieren: Umweltpolitisch, weil eine eingesparte CO2-Emmission in einem klimapolitischen Vorreiterland, die woanders zusätzlich emittiert wird, dem Klimawandel wenig entgegensetzt, wirtschaftspolitisch, weil Wettbewerbsnachteile, zumindest kurzfristig, die Volkswirtschaften zusätzlich treffen, die bereits erhebliche Anteile der Wertschöpfung in den Klimaschutz investieren.In diesem -klassischen- Spannungsfeld zwischen umweltpolitisch Notwendigem und ökonomisch Vertretbarem hat sich die deutsche Klimaschutzpolitik schon immer bewegt und erhebliche Erfolge vorzuweisen. Es geht! Aber die Spielräume werden enger, denn jede in Deutschland zusätzlich eingesparte CO2 Emission wird teurer, die hier eingesetzten Finanzmittel könnten nicht selten woanders umweltpolitisch effizienter verwendet werden. Diskutieren sie im Vorgriff auf die Fortsetzung des Kyoto-Prozesses in Bali mit dem Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und führenden Vertretern aus Politik und Wirtschaft die Perspektiven, Chancen und Hemmnisse der Klimapolitik auf deutscher, europäischer und internationaler Ebene.
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