Freitag, 08. Februar 2008 09.30 – 17.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Kompetenzfeld Kulturwirtschaft - Abschlussveranstaltung: Spektren der Kulturwirtschaft – Empirie, Technologie, Management, Kunst, Politik

Die Ergebnisse des jüngst erschienen Grundlagenbericht zur Kulturwirtschaft des Landes Brandenburg überraschen nicht: Auch in Brandenburg wächst der Sektor der Kulturwirtschaft, führt zu Unternehmensgründungen, schafft Arbeitsplätze und erzielt Wertschöpfung. Allerdings sind Qualifikationen und Jobprofile der Protagonisten in Kultur- und Kreativwirtschaft im Vergleich zu anderen Branchen sehr heterogen und damit schwer zu erfassen. Überregional charakteristisch gewertet wird aber die ausgeprägte kleinst- und kleinteilige Unternehmensstruktur und die Innovationskraft die der Kulturwirtschaft für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung eines Landes zugesprochen wird.
Die Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg hat mit der Reihe Kompetenzfeld Kulturwirtschaft  im letzten Jahr an verschiedenen Orten Brandenburgs Qualifizierungsveranstaltungen für die Akteure vor Ort zu relevanten Themenschwerpunkte organisiert. Das Spektrum verlief von der Arbeitssituation bis zur Organisationsform, von der Metropole bis zu den ländlichen Räumen, zeigte unterschiedliche Perspektiven von Künstlern auf die Kulturwirtschaft, die Kommunikation durch Kunst und die Veränderungen der medialen Bedingungen in Bezug zur Kulturwirtschaft. Fachleute haben die Bedingungen einiger Felder der Kulturwirtschaft dargestellt. Unternehmerische Interessen, die vom Sponsoring über Cooperate Cultural Responsibility bis hin zur Frage der öffentlichen Förderung waren Thema.  
So verschieden die inhaltlichen Aspekte eines Begriffs von Kulturwirtschaft sein müssen, so unterschiedlich sind im Flächenland Brandenburg auch die Anforderungen an eine Politik für die Kulturschaffenden und die Akteure in der Kulturwirtschaft. In den ländlichen Regionen stellen sich andere Fragen als in den der Bundeshauptstadt Berlin nahe gelegenen Orten. Differenzierung und Flexibilität sind in der Programmatik notwendig um kreatives Potential zu fördern. Experimentieren und Erproben sind die Techniken, die an die wegweisenden und international ausstrahlenden Ideen eines Persius oder Schinkel anknüpfen und damit Strategien für eine Avantgarde erwirken können. Das erfordert den Mut aller Beteiligten von der Kunst bis zur Politik.
Die Abschlussveranstaltung der Reihe Kompetenzfeld Kulturwirtschaft möchte ein Spektrum unterschiedlicher Perspektiven zur Kulturwirtschaft aufzeigen, die sowohl Chancen als auch Risiken thematisieren. Sie möchte zu einem weiterführenden, interdisziplinären Diskurs anregen und die Entwicklung politischer und  kooperativer Handlungsstrategien unterstützen. 
 

Veranstalter*in
Landesstiftung Brandenburg