Donnerstag, 01. Dezember 2005 19.00 – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Komplizenschaft? - Zur Rolle von Kunst und Kultur in schrumpfenden Städten

Kunst und Kultur werden in Zusammenhang mit Schrumpfungsprozessen gerne als "aktivierendes Potenzial" eingesetzt: Zum einen sollen sie als sogenannte "weiche" Standortkomponenten und als Imageproduzenten städtischen Raum als Konsum- und Erlebnisstandort attraktiv machen und Städten/Regionen Profil verschaffen, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können. Zum andern werden kulturelle bzw. künstlerische Praktiken dazu eingesetzt, Anregungen zur Aneignung existierender Räume, Strukturen und Situationen zu bieten, kurz: "Selbstermächtigung" zu befördern.<br><br> In der Diskussion soll nach der (durchaus ambivalenten) Rolle von Kunst und Kultur in Schrumpfungsprozessen gefragt werden: Diese kann durchaus affirmativ sein und in einer Komplizenschaft mit einer kapitalistischen Verwertungslogik aufgehen, wenn es um Aufwertungsstrategien, "Branding" oder "Eventkultur" geht. Gleichzeitig ist Kunst in der Lage, alternative Identifikationen zu fördern und (dissidente) Räume zu schaffen, in denen verschiedene Formen des Denkens und Handelns diskutiert, aber auch entwickelt, erprobt und verhandelt werden.<br><br> Mit:<br> - <b>Christoph Schäfer</b>, Künstler<br> - <b>Angelika Fitz</b>, Kulturwissenschafterin, Autorin und Ausstellungsmacherin<br> - <b>Karsten Schmitz</b>, Vorsitzender Stiftung Federkiel<br> - <b>Dr. Hans-Jörg Clement</b>, Adenauer Stiftung<br> - <b>Mariette Dölle</b>, Kulturamt Uttrecht<br> Moderation: <b>Barbara Steiner</b>
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