Donnerstag, 28. Juni 2007 18.00 – 20.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Konservativer Feminismus und neue Familienpolitik?

Ladies Lunch on Tour

Zum Kulturkampf um ein neues Leitbild in Deutschland und der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im europäischen Jahr der Chancengleichheit

Endlich steht Familienpolitik im Zentrum des gesellschaftlichen Interesses! Ein wahrer Kulturkampf durchzieht die Republik. Ministerin von der Leyen hat mit ihrem Vorstoß für die Beteiligung der Väter am Elterngeld und für den Ausbau von Krippenplätzen das konservative Lager in Bewegung gebracht. Nachdem die Frauenbewegung und die rot-grüne Regierung den Boden vorbereitet hat, bedurfte es offensichtlich einer konservativen Ministerin, um die ideologische Verkrustung in Deutschland aufzubrechen und endlich der gesellschaftlichen Entwicklung Rechnung zu tragen.

Ursula von der Leyen bezeichnet ihre Politik als konservativen Feminismus. Wer steht für das emanzipatorische Projekt, für das die Frauenbewegung antrat? Wo steht das Grüne Projekt in der familienpolitischen Debatte? Wo setzt es Akzente im Spannungsfeld von zwischenmenschlicher, familiärer und gesellschaftlicher Verantwortung und individuellen Freiheitsansprüchen?

Verliert neben so viel Familienpolitik die Frauenpolitik an Profil?

Welche Chancen birgt der Ruf nach einem neuen Feminismus? Entsteht mehr als ein neuartiger Ego- oder Karriere-Feminismus?
Ist es wieder an der Zeit zu kämpfen – wie DIE ZEIT resümierte? Zeichnet sich bei den Liberalen ein Richtungswechsel ab, entdecken sie die Familienpolitik, die Frauenpolitik? Gibt es – jenseits von Kinderkrippen - eine gemeinsame frauenpolitische Agenda über Parteigrenzen hinweg? Und wo liegen grundsätzliche Differenzen?
Neben dieser sehr deutschen Debatte wollen wir diskutieren welche frauenpolitischen Inhalte die Bundesregierung während ihrer EU-Ratspräsident-schaft verfolgt und welche Akzente sie im Europäischen Jahr der Chancengleichheit setzt.

Mit:
Katrin Göring-Eckardt
Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Autorin von `Leichter gesagt als getan – Familien in Deutschland` und einem Beitrag zur ZEIT-Debatte `Brauchen wir einen neuen Feminismus?` und einer Vertreterin der europäischen Perspektive

Silvana Koch-Mehrin, MdEP, Vorsitzende der FDP-Fraktion

Begrüßung durch Heike Schiller-Schenten,
Vorsitzende der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg

Ladies Lunch möchte auch informelle Vernetzungsmöglichkeiten bieten: Anschließend sind die Teilnehmerinnen zum Weiterdiskutieren beim Buffet eingeladen.
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