- Donnerstag, 18. Mai 2006 20.00 – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Kosmopolitismus von unten
Europa neu denken
<b>Ulrich Beck</b> und <b>Edgar Grande</b>
vertreten die These, dass der europäische
Integrationsprozess an einer kritischen
Grenze angelangt ist, dass sich die
politischen Energiereserven des
europäischen Projektes erschöpft haben. Sie
ziehen die Konsequenz, dass Europa neu
erfunden werden muss.<br><br>
Ihre politische Vision für Europa ist die
Idee des kosmopolitischen Europas von
unten. Der bisherigen Politik der
Angleichung und Vereinheitlichung der EU
setzen Grande und Beck Vielfalt entgegen,
die es zu erhalten und zu nutzen gilt. Ziel
ist die Anerkennung von Differenz und die
Integration des Verschiedenen.
Kosmopolitischen Realismus definieren sie
als Anerkennung der legitimen Interessen
anderer und ihre Einbeziehung in die eigene
Perspektive.<br><br>
Welche Handlungschancen eröffnet diese
Herangehensweise? Was folgt daraus für das
demokratische Defizit und die Legitimation
europäischer Politik? Wie wird
Europapolitik zum Anliegen der gesamten
Gesellschaft? Wie werden die europäischen
Bürgerinnen und Bürger vom unmündigen
Objekt zum Subjekt der Europäisierung?
Welche Konsequenzen ergeben sich für
Entscheidungsprozesse?<br>
<br>
<b>Mit</b>:<br>
<b>Ulrich Beck</b>, leitet das Institut für
Soziologie der
Ludwig-Maximilians-Universität München<br>
<b>Edgar Grande</b>, Professor für
Vergleichende Politikwissenschaften am
Geschwister-Scholl-Institut für Politische
Wissenschaft der Universität München<br>
<b>Heide Rühle</b><br>
Mitglied des Europäischen Parlaments und
stellvertretende Fraktionsvorsitzende der
Grünen im Europäischen Parlament<br>
<b>Moderation</b>:<br>
<b>Ralf Fücks</b>,
Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung