- Samstag, 26. November 2016 13.00 – 18.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Nachhaltig Wirtschaften: Kreislaufwirtschaft – Ressourcenströme im Kleinen und Großen
Tagesseminar
Vorträge zu Kreislaufwirtschaft und nachhaltiger Ressourcennutzung
Die Möglichkeiten unsere alltägliche Ressourcennutzung nachhaltiger zu gestalten beleuchten wir in diesem Tagesseminar aus verschiedenen Perspektiven. Wir möchten die alltägliche, aber auch die wirtschaftliche Ebene beleuchten und verdeutlichen, unter welchen Voraussetzungen Ressourcen momentan genutzt werden und die Notwendigkeit kreisläufiger Wirtschaftsweisen betonen.
Hintergrundinformationen:
Die gigantischen Ausmaße unserer Ressourcennutzung haben sehr negative soziale und ökologische Konsequenzen, welche in ihrem Ausmaß die Überlebensfähigkeit unserer Gesellschaften gefährden. Mittlerweile gibt es viele verschiedene Denkweisen, die einen Ausweg aus diesem Zustand suchen und eine dieser Richtungen ist die Forderung nach und Umsetzung von kreisläufigen Wirtschaftsweisen. Die Nutzung von Ressourcen sollte dieser Idee nach so gestaltet sein, dass Müll gar nicht erst entsteht, sondern dass Ausgangsstoffe für unsere Alltagsgüter grundsätzlich weiter nutzbar sind, und somit sauber trennbar nach ihrer jeweiligen Nutzung.
Industrie und Handel nehmen sehr unterschiedliche Positionen zu eine kreisläuffähigen Wirtschaft ein. Als berühmtes Beispiel dient die geplante Obsoleszenz: das einkalkulierte Versagen vor allem technischer Geräte kurz nach Garantiezeit, um erneute Käufe notwendig zu machen.
Wie sieht eine kreislauffähige Wirtschaft aus und was müsste sich in Herstellung und Handel ändern?
Simone Kellerhoff von der Material Mafia stellt die Erfahrung als Vermittlerin zwischen Entsorgern und Nutzern vor. Verschiedene Berliner Projekte verfahren nach demselben Modell: Ressourcen dort verfügbar machen, wo sie eigentlich entsorgt werden sollen und sie so in einen Nutzungskreislauf einfügen. Im Vortrag wird sie von den Beweggründen und der Erfahrung ihrer mehrjährigen Projektarbeit berichten und ihre Sicht auf die Bedingungen einer großflächigen Anwendung zirkulierender Materialnutzung geben.
Der Prinzessinnengarten, als Kooperationsveranstalterin, stellt verschiedene Organisationen und Ansätze vor, die die kreisläufige Ressourcenwirtschaft im Kleinen ermöglichen.
- Welche Projekte laufen Berlinweit?
- Wo sind Beteiligungsmöglichkeiten und welche Felder eignen sich besonders, um kleinteilige kreisläufige Materialnutzungen voranzubringen?
- Was sind soziale & ökologische Konsequenzen heutiger Ressourcenflüsse und wie können wir sie zu Kreisläufen umgestalten?
- Welche Möglichkeiten haben wir im Alltag, Ressourcennutzung ökologisch verträglicher zu gestalten?
- An welchen Stellen steht der Handel einer sozial & ökologisch verträglicheren Ressourcennutzung im Weg?
Eintritt frei, Anmeldung unter: lazova@bildungswerk-boell.de
Veranstaltungsort: Oranienstraße 45 (ehemals Tante Horst| neuer Seminarraum vom Prinzessinnengarten), zwischen Moritzplatz und Oranienplatz gelegen, U8 Moritzplatz|M29 Oranienplatz oder Moritzplatz
Programm:
13:00 – 14:30 Begrüßung & Einleitung
Vortrag Cradle to Cradle – Kreislaufwirtschaften als Ressourcenschutz
Johannes Stiglmair (zuständig für Bildungsarbeit im Cradle to Cradle e.V.)
15:00-16:30 Kreisläufige Ressourcennutzung als Vermittlungsarbeit, die Projekterfahrung der Material Mafia
Simone Kellerhoff (Material Mafia)
17:00-18:30 Bildungsarbeit zu Ressourcennutzung – von ehemaligen Kosmetikbechern und Schultafeln: Ressourcennutzungsprojekte im Prinzessinnengarten und Beteiligungsmöglichkeiten zu kreisläufigen Ressourcennutzungsprojekten in Berlin
Robert Shaw (Prinzessinnengarten)
Moderation: Svenja Nette (Prinzessinnengarten)
Veranstalter: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit dem Prinzessinnengarten e.V.
Die Veranstaltung wird mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin finanziert.
- Adresse
-
▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
- Veranstalter*in
- Landesstiftung Berlin (Bildungswerk)
- Teilnahmegebühren
- frei