- Donnerstag, 26. März 2009 19.30 – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Krisengespräche: Vor dem G20-Gipfel in London
Nationalstaatliches Krisenmanagement oder neuer Multilateralismus?
Mit:
- Prof. Susanne Lütz, Freie Universität Berlin
- Sven Giegold, Bündnis 90/Die Grünen
- Dr. Richard Böger, Vorsitzender des Vorstands der Bank für Kirche und Caritas
Einführung und Moderation: Peter Wahl, WEED
Am 2. April wird in London der Gipfel der G20-Staaten zusammentreten. Er findet in einer historischen Ausnahmesituation statt: Der Crash des Casinokapitalismus hat die Welt in die schwerste Finanz- und Wirtschaftskrise seit 1929 gestürzt. Die Krise ist global. Trotz gigantischer Rettungspakete ist sie nicht unter Kontrolle und ihr Ende noch nicht in Sicht.
Die bestehenden multilateralen Institutionen - IWF, Weltbank, WTO, G8 etc. - haben den Crash weder vorhergesehen, noch waren sie zum Management der Krise in der Lage. Auch die Europäischen Institutionen spielen eine Nebenrolle. Ja, die Europäische Zentralbank hat noch im Sommer 2008 mit dem höchsten Zinssatz ihrer Geschichte und der Prognose einer günstigen Konjunktur in Europa sogar zur Verschärfung der Lage beigetragen. Es sieht so aus, als ob wir auf den Nationalstaat als `salvator of last resort`, als Retter in letzter Instanz, zurückgeworfen würden.
In dieser Situation richten sich große Hoffnungen auf den G20-Gipfel. Anders als in der G8, in der nur die großen Industrieländer vertreten sind, werden am G20 auch China, Indien, Brasilien, Südafrika und andere Schwellenländer teilnehmen. Die britische Regierung hat außerdem die OAU, die afrikanischen Staaten der NEPAD und die ASEAN eingeladen, um eine Repräsentanz von armen Ländern zu ermöglichen.
Wird der Gipfel in London die Wende zu mehr Multilateralismus bringen? Hat die G20 das Potential, um eine neue, globale Finanzarchitektur auf den Weg zu bringen? Entstehen unter dem Krisendruck die institutionellen Voraussetzungen und Instrumente für eine internationale Bearbeitung der Krise? Wie sieht die Zukunft der `alten` multilateralen Institutionen G8, IFW, WTO etc. aus?
- Prof. Susanne Lütz, Freie Universität Berlin
- Sven Giegold, Bündnis 90/Die Grünen
- Dr. Richard Böger, Vorsitzender des Vorstands der Bank für Kirche und Caritas
Einführung und Moderation: Peter Wahl, WEED
Am 2. April wird in London der Gipfel der G20-Staaten zusammentreten. Er findet in einer historischen Ausnahmesituation statt: Der Crash des Casinokapitalismus hat die Welt in die schwerste Finanz- und Wirtschaftskrise seit 1929 gestürzt. Die Krise ist global. Trotz gigantischer Rettungspakete ist sie nicht unter Kontrolle und ihr Ende noch nicht in Sicht.
Die bestehenden multilateralen Institutionen - IWF, Weltbank, WTO, G8 etc. - haben den Crash weder vorhergesehen, noch waren sie zum Management der Krise in der Lage. Auch die Europäischen Institutionen spielen eine Nebenrolle. Ja, die Europäische Zentralbank hat noch im Sommer 2008 mit dem höchsten Zinssatz ihrer Geschichte und der Prognose einer günstigen Konjunktur in Europa sogar zur Verschärfung der Lage beigetragen. Es sieht so aus, als ob wir auf den Nationalstaat als `salvator of last resort`, als Retter in letzter Instanz, zurückgeworfen würden.
In dieser Situation richten sich große Hoffnungen auf den G20-Gipfel. Anders als in der G8, in der nur die großen Industrieländer vertreten sind, werden am G20 auch China, Indien, Brasilien, Südafrika und andere Schwellenländer teilnehmen. Die britische Regierung hat außerdem die OAU, die afrikanischen Staaten der NEPAD und die ASEAN eingeladen, um eine Repräsentanz von armen Ländern zu ermöglichen.
Wird der Gipfel in London die Wende zu mehr Multilateralismus bringen? Hat die G20 das Potential, um eine neue, globale Finanzarchitektur auf den Weg zu bringen? Entstehen unter dem Krisendruck die institutionellen Voraussetzungen und Instrumente für eine internationale Bearbeitung der Krise? Wie sieht die Zukunft der `alten` multilateralen Institutionen G8, IFW, WTO etc. aus?
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin