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Dienstag, 21. November 2023 18.00 – 20.00 Uhr In meinem Kalender speichern

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Kultur in Zeiten des Krieges

Gespräch mit Tanja Maljartschuk und Claudia Dathe

„Ich bin keine Schriftstellerin mehr und werde es vielleicht nie mehr sein können. Wörter erstarren in mir, sie sterben ab, gehen zugrunde mit jeder weiteren Rakete, die meine Welt beschiesst und zerfetzt. Werde ich je in der Lage sein, irgendwann wieder an Wörter zu glauben?“ Diese Worte schrieb die in Wien lebende ukrainische Schriftstellerin Tanja Maljartschuk kurz nach Kriegsbeginn in ihrem Essay „Anno belli“. Der Krieg kostet nicht nur Menschenleben, sondern hat auch das Vertrauen in Worte zerstört. Dennoch wird weiter geschrieben, wobei vor allem die kurze Form (Lyrik, Essays, Tagebucheinträge) zum Einsatz kommt. 

In dem Gespräch zwischen Tanja Maljartschuk, Bachmannpreisträgerin 2018, und Claudia Dathe, Übersetzerin, Kulturvermittlerin und Wissenschaftlerin mit Ukraine-Schwerpunkt, wird es darum gehen, ob Kultur in Zeiten des Krieges noch möglich ist, und, wenn ja, welche Formen sie annimmt. Was passiert mit der ukrainischen Kultur, was aber auch mit der russischen? Was passiert mit den Worten?

Durch das Gespräch führt Schamma Schahadat


Ort: Altes Oberschulamt, Universität Tübingen: Keplerstr. 2, 72074 Tübingen, Raum 001

Adresse
▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
Veranstalter/in
Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg
Sprache
Deutsch
Teilnahmegebühren
kostenfrei - keine Anmeldung erforderlich