Podiumsdiskussion
- Dienstag, 15. September 2026 19.00 – 20.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Kultur in Zeiten klammer Kassen
1. Grüner Salon Essen
Die finanziellen Spielräume der Kommunen werden immer kleiner. Gleichzeitig steigen die Kosten für Personal, Energie und Infrastruktur. Kultur gerät dadurch zunehmend unter Druck. Hinzu kommt, dass sich die Rahmenbedingungen kultureller Arbeit verändern: Die Bevölkerungsstruktur wandelt sich, Kulturinteressen entwickeln sich weiter und die Erwartungen an Kultur wachsen. Kultur soll heute neue Zielgruppen erreichen, Teilhabe ermöglichen und ihre gesellschaftliche Relevanz immer wieder neu unter Beweis stellen.
In dieser Situation wird die Debatte zunehmend auf die Frage verengt, wie die knapper werdenden öffentlichen Mittel verteilt werden. Dabei entsteht nicht selten der Eindruck, die öffentlich geförderte Kulturlandschaft und die freie Szene stünden einander gegenüber. Tatsächlich sind die Voraussetzungen jedoch sehr unterschiedlich: Die freie Szene arbeitet seit jeher mit deutlich geringeren öffentlichen Mitteln und ist von finanziellen Einschnitten oft unmittelbar betroffen – Kürzungen haben hier häufig direkte Auswirkungen auf Projekte, Beschäftigung und kulturelle Angebote. Die öffentlichen Kulturinstitutionen verfügen zwar über eine verlässlichere Grundfinanzierung, müssen ihre Aufgaben jedoch unter zunehmend engeren finanziellen Rahmenbedingungen erfüllen. Vor diesem Hintergrund müssen wir uns die Frage stellen, wie verhindert werden kann, dass öffentlich geförderte Kulturinstitutionen und die freie Szene in Zeiten knapper Kassen gegeneinander ausgespielt werden.
Die Podiumsdiskussion widmet sich den Fragen, welche Bedeutung Kultur für alle Mitglieder der Stadtgesellschaft hat und welche kulturpolitischen Strategien notwendig sind, um ihre gesellschaftliche Relevanz auch unter veränderten Bedingungen zu sichern. Welche politischen und finanziellen Rahmenbedingungen braucht es, damit unterschiedliche Bereiche der Kultur ihre jeweiligen Stärken auch künftig entfalten können? Wie kann Kulturpolitik auf den gesellschaftlichen Wandel reagieren?
Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten aus Kultur, Politik und Stadtgesellschaft.
Es diskutieren:
- Muchtar Al Ghusain, Kulturdezernent der Stadt Essen
- Gemma Russo-Bierke, Geschäftsführerin Grend e.V. und Vorständin des Essener Kulturbeirats
- Babette Nierenz, Intendantin der Philharmonie Essen
- Holger Zebu Kluth, Rektor der Folkwang Universität der Künste
Die Moderation übernimmt der Kulturjournalist Stefan Keim.
Ort:
Heilige Schutzengel Kirche
Auf der Litten 69
45139 Essen-Kray
Der Eintritt ist frei. Ohne Anmeldung.
- Adresse
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▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
- Veranstalter*in
- Landesstiftung Nordrhein-Westfalen
- Sprache
- Deutsch
- Teilnahmegebühren
- Der Eintritt ist frei. Ohne Anmeldung.