Dienstag, 30. August 2005 19.30 – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern

„Kulturnation Deutschland“ – Bekommen wir einen neuen Kulturkonservatismus?

Podiumsdiskussion

Eine Podiumsdiskussion mit:<br><br> <b>Adrienne Goehler</b>, Kuratorin des Hauptstadtkulturfonds<br> <b>Heinz Rudolf Kunze</b>, Musiker, Autor, Mitglied der Enquete-Kommission <br><b>Michael Schindhelm</b>, Generaldirektor Stiftung Oper in Berlin <br><b>Ralf Fücks</b>, Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung <br><br> Moderation: Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung <br><br> In den Wahlprogrammen wird der Kultur (politik) nur ein sekundärer Platz eingeräumt. Umso mehr fällt auf, dass aber gerade in Wahlkampfzeiten „Kultur“ wieder zu einem politisch relevanten Thema wird.<br><br> Im Mai veröffentlichte die CDU-Vorsitzende Angela Merkel einen Beitrag zum „Kulturland Deutschland“, der Aufschluss gibt über das heutige, konservative Verständnis von Kultur. Nicht die daraus resultierenden Forderungen der CDU/CSU-Fraktion an eine staatliche Ordnungspolitik für den Kunst- und Kulturbereich sollen im Mittelpunkt der Diskussion stehen. Vielmehr möchten wir nach den gesellschaftspolitischen und weltanschaulichen Implikationen fragen, die darin zum Ausdruck kommen.<br><br> Ziel der Veranstaltung ist, zu beleuchten, inwieweit die politische Ausrichtung mit ihrem Kulturverständnis zwischen den Antipoden „Konservatismus“ (oder „Neo- Konservatismus“) und „Moderne“ korrespondiert in Zeiten, in denen vereinzelt sogar schon von einem neuen „Kulturkampf“ gegen die Hegemonie der (linken) „68er“ die Rede ist.