- Donnerstag, 06. November 2008 18.30 In meinem Kalender speichern
Leben mit der NS - Vergangenheit | „Der gute Vater- eine Tochter klagt an“ | Film
Die Stiftung lädt ein ...
„Der gute Vater- eine Tochter klagt an“
Dokumentarfilm von Yoash Tatari (2003)
Filmvorführung und anschließende Diskussion
mit der Autorin Beate Nieman
Die Verdrängung der Ereignisse und die Verleugnung der eigenen Schuld prägten die individuelle „Verarbeitung“ des Zweiten Weltkrieges und der Naziherrschaft in Deutschland. Dies bekamen vor allem die Kinder dieser Generation zu spüren, oftmals schmerzhaft, wenn sie sich auf die Suche nach der Vergangenheit begaben. Wie war das im Dritten Reich? Was hat Vater, Mutter, Großvater… damals getan? Fragen, die oft genug mit Beschwichtigungen, Lügen und Blockaden beantwortet wurden. Die notwendige innerfamiliäre Auseinandersetzung wurde vielfach im Keim erstickt.
Beate Niemann, 1942 als Tochter des Berliner
Kriminalpolizisten und späteren Gestapo-Chefs
von Belgrad, Bruno Sattler, geboren, hat sich nach dem Tod ihres Vaters auf Spurensuche begeben. Von 1947 bis zu seinem Tod saß er in der DDR in Haft. Über die Gründe sprach man in der Familie nicht, Fragen der Tochter Beate blieben unbeantwortet. In der Familie galt er als „armer unschuldiger Vater“. Doch die Nachforschungen von Beate Niemann in verschiedenen Archiven zeigten, dass er ein Massenmörder im Dienste der Nationalsozialisten
gewesen ist.
Ihre Recherche wurde über ein Jahr lang von
dem Filmemacher Yoash Tatari filmisch begleitet.
Sie selbst hat ihre Einsichten in dem Buch „Mein
guter Vater – Mein Leben mit seiner Vergangenheit. Eine Täterbiografie“ veröffentlicht.
Dokumentarfilm von Yoash Tatari (2003)
Filmvorführung und anschließende Diskussion
mit der Autorin Beate Nieman
Die Verdrängung der Ereignisse und die Verleugnung der eigenen Schuld prägten die individuelle „Verarbeitung“ des Zweiten Weltkrieges und der Naziherrschaft in Deutschland. Dies bekamen vor allem die Kinder dieser Generation zu spüren, oftmals schmerzhaft, wenn sie sich auf die Suche nach der Vergangenheit begaben. Wie war das im Dritten Reich? Was hat Vater, Mutter, Großvater… damals getan? Fragen, die oft genug mit Beschwichtigungen, Lügen und Blockaden beantwortet wurden. Die notwendige innerfamiliäre Auseinandersetzung wurde vielfach im Keim erstickt.
Beate Niemann, 1942 als Tochter des Berliner
Kriminalpolizisten und späteren Gestapo-Chefs
von Belgrad, Bruno Sattler, geboren, hat sich nach dem Tod ihres Vaters auf Spurensuche begeben. Von 1947 bis zu seinem Tod saß er in der DDR in Haft. Über die Gründe sprach man in der Familie nicht, Fragen der Tochter Beate blieben unbeantwortet. In der Familie galt er als „armer unschuldiger Vater“. Doch die Nachforschungen von Beate Niemann in verschiedenen Archiven zeigten, dass er ein Massenmörder im Dienste der Nationalsozialisten
gewesen ist.
Ihre Recherche wurde über ein Jahr lang von
dem Filmemacher Yoash Tatari filmisch begleitet.
Sie selbst hat ihre Einsichten in dem Buch „Mein
guter Vater – Mein Leben mit seiner Vergangenheit. Eine Täterbiografie“ veröffentlicht.
- Veranstalter*in
- Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen