Diskussionsreihe Donnerstag, 11. Februar 2021

Lesekreis: Einführung in kritische Gesellschaftstheorien

Teil1: Karl Marx

Datum, Uhrzeit
Do., 11. Febr. 2021, 19.00 Uhr  –
Do., 11. März 2021, 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern
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Um den Kapitalismus zu begreifen ist es nach wie vor sinnvoll, sich mit Karl Marx und seiner radikalen Gesellschaftskritik auseinanderzusetzen, da er an einer allgemeinen Befreiungsperspektive festhält und daher die kapitalistische Produktionsweise unter dem Aspekt der grundsätzlichen Veränderung analysiert. Kommt mensch dabei auch nicht um sein Hauptwerk „Das Kapital – Zur Kritik der Politischen Ökonomie“ (am Besten alle drei Bände) vorbei, ist es auch spannend, sich mit seinen früheren Texten zu befassen und um damit auch seinen theoretischen Werdegang besser nachvollziehen zu können. Wir beginnen in diesem Lesekreis mit seinem sehr frühen Kritikbegriff aus der Einleitung zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie, den er mit 26 geschrieben hat und in dem er zurecht die Kritik als Kopf der Leidenschaft bezeichnet. In der zweiten Sitzung wird es um die Auseinandersetzung mit dem Materialismus von Feuerbach gehen, mit dem er die Kritik am deutschen Idealismus teilt, aber ihm diese nicht weit genug geht. Zusammen mit Friedrich Engels entwickelt er in der Deutschen Ideologie (MarxEngelsWerke 3) den historischen Materialismus, den sie in späteren Werken weiterführen. In der dritten Sitzung werden die Klassenkämpfe von Frankreich um 1848 Gegenstand sein, wie sie in dem Text „Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte“ niedergeschrieben worden sind. Georg Fülberth hat einmal dazu geschrieben, dass dieser Text leicht 4 Semester Politikwissenschaftliches Studium ersetzen würde. In der vierten Sitzung nähern wir uns Marx‘ Kritik der Politischen Ökonomie an, indem wir uns mit seinem 1865 von ihm bei einer Sitzung des Generalrats der 1. Internationale gehaltenen Vortrag „Lohn, Preis und Profit“ befassen, in dem er die wichtigsten Kategorien aus dem Kapital darstellt und anwendet. Die fünfte abschließende Sitzung wird sich mit der Auseinandersetzung von Marx mit der deutschen Sozialdemokratie beschäftigen. Der Text "Kritik des Gothaer Programms" soll dabei als Grundlage auch für eine Diskussion über heutige sozialdemokratische Politik dienen.

Dieser Lesekreis versteht sich als erster Teil in die Einführung zur Kritischen Theorie – kann aber problemlos auch nur für sich besucht werden. Der zweite Teil wird sich mit Grundlagentexten von Sigmund Freud beschäftigen und der dritte Teil mit zentralen Texten der Frankfurter Schule, für den die ersten beiden Teile eine sinnvolle Basis bilden sollen.

Seminarleitung: Micky Haque
Termine: 11.02., 18.02., 25.02, 04.03. und 11.03.

Die Anmeldung gilt für alle fünf Sitzungen. Wir wünschen uns eine kontinuierliche Teilnahme an allen Terminen. Wegen der Teilnahmebegrenzung bitten wir nur um wirklich verbindliche Anmeldungen.

Realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.