Liebe und Sexualität. Urheber/in: Thomas Seips und Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg. All rights reserved.

Diskussion

Mittwoch, 15. Juni 2022 19.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Diskussion

Liebe und Sexualität im Spannungsfeld von Patriarchiat, Rassismus und Kapitalismus

Aus der Reihe: Neue Deutsche Analysen

Die Art und Weise, wie wir einander lieben und Beziehungen führen (können), ist stark geprägt von gesellschaftlichen Verhältnissen. Kapitalistische Verwertungslogiken und patriarchale Strukturen ebenso wie soziale Ungleichheit und verschiedene Formen von Diskriminierung durchziehen unsere Beziehungen bewusst und unbewusst. Darstellungen in Medien und sozialen Netzwerken sowie persönliche Erfahrungen formen unsere Vorstellungen von Liebe ebenfalls. Häufig werden dabei diskriminierende, stereotype Körperbilder und ungesunde Abhängigkeiten reproduziert. In Werbung, auf Dating-Plattformen oder in erotischen Netzwerke wie OnlyFans sind Körper zu Waren geworden, werden sexualisiert oder als sexuelle Dienstleistung angeboten. Gleichzeitig kann die Selbstdarstellung im Netz aber auch ein Akt der Selbstbestimmung und des Empowerments sein. Doch kann diese individuelle Selbstbestimmung auch nachhaltig gesellschaftliche Strukturen verändern oder werden dadurch nur immer wieder bestehende Verwertungslogiken bedient, ohne sie grundsätzlich in Frage zu stellen? Was sagen aktuelle oder historische Erzählungen von Liebe, Körpern und Sexualität konkret über gesellschaftliche Verhältnisse aus? Was können wir von queeren oder polyamorösen Beziehungskonzepten lernen? Und wie könnte ein radikaler Neuentwurf von Liebe als grundlegendes Konzept für ein gerechteres, solidarisches Miteinander aussehen?

Darüber wollen wir sprechen mit
Şeyda Kurt – Journalistin und Autorin von „Radikale Zärtlichkeit – Warum Liebe politisch ist“ (April 2021) und
Yma Louisa Nowak – Influencerin und Sexarbeiterin.

Moderation:
Fanus Ghorjani & Sheba Wiafe – Netzwerk MOSAIQ e.V.

Um Anmeldung wird gebeten

Ort
W3_Saal, Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Heinrich Böll Stiftung Hamburg und der W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V. im Zuge der Reihe Neue Deutsche Analysen.

Wir bemühen uns, unsere Angebote inklusiv und so barrierearm wie möglich zu gestalten. Sollten Sie Unterstützungsbedarf haben, wie z.B. Gebärdensprache, sprechen Sie uns gerne an!

Die Veranstalrtung findet in Präsenz statt.

Adresse
▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
Veranstalter/in
Landesstiftung Hamburg
Rechtliches
Allgemeine Geschäftsbedingungen
Teilnahmegebühren
Eintritt frei