Lesung und Gespräch Freitag, 27. September 2019 /
Berlin

Es geht mir gut. Ich schreibe die ganze Zeit und zerreisse alles.

Lesung und Gespräch mit der Schriftstellerin Rabab Haidar

Rabab Haidar. Urheber/in: Stephan Röhl. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons License.
Datum, Uhrzeit
Fr., 27. Sep 2019,
19.30 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Schumannstr. 8
10117 Berlin
Sprache
Arabisch
Deutsch
Simultanübersetzung
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Rechtliches
Allgemeine Geschäftsbedingungen
Veranstaltungsreihe
Eine Veranstaltung der Freundinnen und Freunde

Lesung und Gespräch mit der syrischen Schriftstellerin Rabab Haidar, derzeitige Stipendiatin am Heinrich-Böll-Haus in Langenbroich, moderiert von Ines Kappert, gedolmetscht von Günther Orth.

In Diktaturen oder autoritären Staaten hat die Literatur einen notorisch schweren Stand. Wer hier schreibt, braucht fast immer enormen Mut. Aber Literaturschaffende haben ja gar keine Wahl. Sie können nicht anders, als ihre Welt schreibend wahrzunehmen, um so mit ihr in Beziehung zu treten. Weiter leben heißt für sie deshalb: weiter schreiben. Allerdings bedeutet das – unter dem falschen Regime und in Kriegs- oder Krisengebieten – nur zu oft auch: Flucht!

So ging es Rabab Haidar: Die Kolumnen der syrischen Autorin waren unbequem; ihr zweiter Roman „Hasenloch" handelte gar von Revolution, Feminismus und Minderheiten. Haidar musste ihr Land verlassen und lebt seit 2018 in Deutschland. Und zwar als Stipendiatin im Heinrich-Böll-Haus in Langenbroich, das die Freundinnen und Freunde ganz traditionell jedes Jahr als Förderer unterstützen. Wir freuen uns deshalb besonders, mit Rabab Haidar eine Stipendiatin aus Langenbroich vorstellen zu dürfen.


Rabab Haidar studierte Literaturwissenschaften in Latakia, Syrien. Danach arbeitete sie als Stewardess und Sicherheitsberaterin für Gulf Airline und bis 2011 als vereidigte Übersetzerin Englisch/Arabisch beim Justizministerium. Sie übersetzt Lyrik, unterrichtet Creative Writing und schreibt Kolumnen für Zeitungen und Magazine. Ihr erster Roman „Land des Granatapfels" erschien 2012. Ihr Roman „Hasenloch" konnte noch nicht veröffentlicht werden.