- Freitag, 08. Mai 2009 19.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Literaturgespräch: Korea
veranstaltet von `Friedrich Ebert Stiftung`
Buchvorstellung: Martin Hyun, lautlos - ja, sprachlos - nein. Grenzgänger zwischen Korea und Deutschland.
`Es gibt nichts Interessanteres zu lesen als Bücher über das Leben anderer Leute. Und die interessantesten Leute in Deutschland, das sind die Ausländer:` So schreibt Wladimir Kaminer in seinem Vorwort zum Buch über Grenzgänger zwischen Korea und Deutsch-land, in dem Martin Hyun Lebenswelten und Lebensgefühle der in Deutschland leben-den Koreanerinnen und Koreaner vorstellt.
In den sechziger und siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden aus nahen und fernen Ländern `Gastarbeiter` nach Deutschland geholt, um für den wirtschaftli-chen Aufschwung des Landes zu arbeiten. Im Rahmen dieser `Gastarbeiter-Politik` ka-men die Eltern des Autors aus Südkorea nach Nordrhein-Westfalen. Wie viele Koreaner sahen sie Deutschland als ihre Wahlheimat an und nahmen jegliche Anstrengungen und materiellen Opfer in Kauf, um für ihre Kinder eine hervorragende Erziehung und Ausbildung zu ermöglichen.
Heute leben rund 60.000 Koreanerinnen und Koreaner in Deutschland. Viele Deutsch-Koreaner der zweiten und dritten Generation gehören hier mittlerweile zur Bildungseli-te. Ihre Geschichte scheint beispielhaft für gelungene Integration. Dennoch erfahren viele im Zivilleben oder am Arbeitsplatz Benachteilungen aufgrund ihrer Herkunft und müssen darum kämpfen, als Minderheit politisch wahrgenommen zu werden.
Das autobiografische Buch von Martin Hyun schenkt uns einen spannenden Einblick in die Lebenssituation deutsch-koreanischer Migrantinnen und Migranten. Es zeigt Erfah-rungen, die im Integrationsdiskurs in Deutschland bislang kaum beachtet wurden. Und es zeigt, im Zusammenspiel mit dem deutsch-koreanischen Fotojournalisten Felix Park, welcher Vorteil es sein kann, aus dem Reichtum zweier Kulturen zu schöpfen.
Zur Buchvorstellung und Diskussion laden wir Sie herzlich ein.
Friedrich Ebert Stiftung
`Es gibt nichts Interessanteres zu lesen als Bücher über das Leben anderer Leute. Und die interessantesten Leute in Deutschland, das sind die Ausländer:` So schreibt Wladimir Kaminer in seinem Vorwort zum Buch über Grenzgänger zwischen Korea und Deutsch-land, in dem Martin Hyun Lebenswelten und Lebensgefühle der in Deutschland leben-den Koreanerinnen und Koreaner vorstellt.
In den sechziger und siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden aus nahen und fernen Ländern `Gastarbeiter` nach Deutschland geholt, um für den wirtschaftli-chen Aufschwung des Landes zu arbeiten. Im Rahmen dieser `Gastarbeiter-Politik` ka-men die Eltern des Autors aus Südkorea nach Nordrhein-Westfalen. Wie viele Koreaner sahen sie Deutschland als ihre Wahlheimat an und nahmen jegliche Anstrengungen und materiellen Opfer in Kauf, um für ihre Kinder eine hervorragende Erziehung und Ausbildung zu ermöglichen.
Heute leben rund 60.000 Koreanerinnen und Koreaner in Deutschland. Viele Deutsch-Koreaner der zweiten und dritten Generation gehören hier mittlerweile zur Bildungseli-te. Ihre Geschichte scheint beispielhaft für gelungene Integration. Dennoch erfahren viele im Zivilleben oder am Arbeitsplatz Benachteilungen aufgrund ihrer Herkunft und müssen darum kämpfen, als Minderheit politisch wahrgenommen zu werden.
Das autobiografische Buch von Martin Hyun schenkt uns einen spannenden Einblick in die Lebenssituation deutsch-koreanischer Migrantinnen und Migranten. Es zeigt Erfah-rungen, die im Integrationsdiskurs in Deutschland bislang kaum beachtet wurden. Und es zeigt, im Zusammenspiel mit dem deutsch-koreanischen Fotojournalisten Felix Park, welcher Vorteil es sein kann, aus dem Reichtum zweier Kulturen zu schöpfen.
Zur Buchvorstellung und Diskussion laden wir Sie herzlich ein.