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Montag, 27. April 2026 15.30 – 18.00 Uhr In meinem Kalender speichern

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Made in EU | Ausbeutung in Europas Textilindustrie

Film und Filmgespräch im Rahmen der Fashion Revolution Week 2026

Mit gutem Gewissen, Kleidung „Made in EU“ kaufen? Das Sozialdrama von Stephan Komanarev, zeigt, dass auch in Europas Textilbranche faire Löhne und soziale Absicherung nicht in allen Ländern garantiert sind. 
Zum Film: Iva arbeitet in einer Textilfabrik in Bulgarien, wo sie „Made in EU“-Etiketten in Kleidung näht und kaum über die Runden kommt. Sie ist krank, aber darf sich nicht Krankschreiben. Als sie plötzlich neben den Nähmaschinen zusammenbricht, wird sie öffentlich verdächtigt, der erste Covid-Fall Bulgariens zu sein. Die Menschen – von Angst getrieben – stellen sich gegen sie. Einkaufen wird ihr verwehrt, die Firmenleitung drängt sie zur Kündigung und sogar der Traum ihres Sohnes, Europa zu bereisen, wird zerstört.

MADE IN EU ist ein intensives und aufwühlendes Sozialdrama, es erzählt das bewegende Porträt einer Frau, die am unmenschlichen System zerbricht und offenbart die katastrophalen Arbeitsbedingungen in Europas Textilindustrie. 

Die Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt präsentiert diesen Film im Rahmen der Fashion Revolution Week* gemeinsam mit der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Im Anschluss wird die Clean Clothes Campaign vorsgestellt. Die Clean Clothes Campaign ist ein Netzwerk, das sich der Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Stärkung von Arbeiter*innen in der globalen Bekleidungs- und Sportbekleidungsindustrie widmet.

Heute ist die Clean Clothes Campaign ein weltweites Netzwerk aus über 220 Organisationen, die in mehr als 45 Ländern tätig sind. Sie machen Marken für Missbrauch und Ausbeutung verantwortlich und setzen sich gleichzeitig für langfristige Veränderungen in der Branche ein.

*Die Fashion Revolution Week ist die weltweit größte Aktionswoche für Modeaktivismus, die jährlich um den 24. April stattfindet, um auf die Missstände der Fast-Fashion-Industrie aufmerksam zu machen und Gegenentwürfe vorzustellen.

Der Eintritt ist frei. 

 

Adresse
Raum 103/104
Burg Giebichenstein - Kunsthochschule Halle
Neuwerk 7
06108 Halle (Saale)

Hinweis zur Barrierefreiheit:
Die Veranstaltung ist für Rollstuhlfahrende barrierefrei zugänglich.