- Mittwoch, 15. Februar 2012 19.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Mehr Europa wagen. Eine Intervention
Mit
André Glucksmann, Philosoph und Publizist
Adam Michnik, Essayist und Publizist
Peter Schneider, Schriftsteller
Daniela Schwarzer, Stiftung Wissenschaft und Politik
Moderation:
Ralf Fücks, Vorstand, Heinrich-Böll-Stiftung
Nicht nur die gemeinsame Währung, auch das Projekt eines Vereinigten Europa ist in einer heftigen Krise. Die europäische Solidarität bröckelt, gegenseitige Schuldzuweisungen werden lauter, alte Ressentiments brechen wieder auf. Es droht ein Rückzug in das Gehäuse nationalstaatlicher Politik.
Gleichzeitig helfen Appelle für mehr europäische Gemeinsamkeit nicht weiter, wenn sie nicht mit Antworten auf die drängenden Fragen einer nachhaltigen Wirtschafts- und Finanzpolitik und einer Demokratisierung europäischer Politik verbunden sind.
In der aktuellen Krise liegt nicht nur die Gefahr einer Implosion der EU, sondern ebenso die Chance auf einen Sprung nach vorne hin zu mehr Europa. Dafür braucht es mutige, vorausschauende und verantwortliche Politikerinnen und Politiker. Aber wir können
Europa nicht der Berufspolitik und der Brüsseler Beamtenschaft überlassen. Gerade jetzt sind die Stimmen der europäischen Gesellschaften gefragt, der Intellektuellen, Künstler/innen, Nichtregierungsorganisationen. Wir brauchen dringend einen grenzüberschreitenden Dialog über die Zukunft Europas.
Vor diesem Hintergrund veranstaltet die Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit dem Institut Français Berlin eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Mehr Europa wagen. Eine Intervention“.
Die Veranstaltung geht auf eine Initiative der deutschen Schriftsteller Peter Schneider und Hans Christoph Buch sowie der französischen Philosophen André Glucksmann und Bernard-Henri Lévy zurück.
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin