Online-Diskussion Dienstag, 23. Februar 2021

Mehr rückwärts als vorwärts?

Reproduktive Rechte und die Lage von LGBTI* in Polen und Ungarn

Datum, Uhrzeit
Di., 23. Febr. 2021,
19.00 – 20.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
▶ Online-Veranstaltung

Sprache
Deutsch
Veranstalter/in
Landesstiftung Sachsen-Anhalt

Vielfach gibt es einen Backlash: Angriffe auf die sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung von Frauen* und LGBTI* nehmen zu, insbesondere in Ostmitteleuropa, wo rechtskonservative Regierungen die Rechte massiv beschneiden. In Polen wurde das Abtreibungsrecht weiter verschärft, das einem fast vollständigem Verbot gleicht. In Ungarn wiederum sollen queerfeindliche Definitionen von Geschlecht in der Verfassung verankert werden. Zudem sieht ein neuer Entwurf vor, das Geschlecht eines Menschen allein als jenes zum Zeitpunkt seiner Geburt zu definieren. Dennoch: breiter Protest formiert sich. In Polen gehen hunderttausende Menschen auf die Straße, europaweit wird Solidarität bekundet. Die Veröffentlichung des Gesetzestextes wurde verschoben.

In einem Onlinegespräch möchten wir über die Hintergründe der aktuellen Lage in den Ländern und den Protest sprechen und diskutieren, welchen Handlungsspielraum das Europäische Parlament hat und wo die Grenzen EU-weiter politische Ansätze liegen. Diese und weitere Fragen möchten wir gemeinsam mit Terry Reintke, MdEP (Grüne/EFA-Fraktion), Renata Rakoczy-Dahlmann, Politikwissenschaftlerin und engagiert in der informellen Frauengruppe MYHH, und Luca Dudits, Háttér-Society (ungarische LGBTQI-Organisation), diskutieren. Nach einer Einführung in das Thema durch die Panelist*innen, öffnen wir die Diskussion für Fragen. Moderiert wird die Veranstaltung von Rebekka Pflug von der Jungen DGO. 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung e.V.

Der Link für das Gespräch, das über Zoom stattfindet, wird allen angemeldeten Teilnehmenden vorab per Mail zugeschickt.

Anmeldungen bitte an: veranstaltung@boell-sachsen-anhalt.de