Montag, 07. November 2016 19.00 In meinem Kalender speichern

Menschenrechte Grenzenlos!

Veranstaltungsreihe des Bündnisses zum Tag der Menschenrechte

In Hannover haben sich 20 politische und kulturelle Organisationen im Rahmen des Tages der Menschenrechte (am 10.12.) zu einem gemeinsamen Bündnis zusammengeschlossen, um auf aktuelle Menschenrechtsthemen und –verletzungen weltweit aber auch vor unserer Tür aufmerksam zu machen. Zusammen gestalten sie ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm.

 

Programm:

Mo, 7.11. | Wasser als Menschenrecht? Bittere Aussichten für das Westjordanland und Gaza

Vortrag von Clemens Messerschmid (Hydrogeologe aus Ramallah)
Clemens Messerschmid ist Hydrogeologe in Ramallah und ausgewiesener Spezialist zum Thema Wasser in der Region. Bevor er sich selbständig machte, arbeitete er mehrere Jahre für die GTZ. C. Messerschmid wird besonders auf die Lage in Gaza eingehen, aber auch auf die Rolle der deutschen Politik in der Entwicklungszusammenarbeit.

Wann: 19:00 Uhr
Veranstaltungsort:
Freizeitheim Vahrenwald | Eintritt frei
Veranstalter*in: Palästina Initiative Region Hannover

Di, 8.11. | Kindermord im Krankenhaus - Von Tätern und stillen Heldinnen

Vortrag und Lesung von Andreas Babel (Journalist)
Als „Euthanasie-Morde“ ging die Ermordung Tausender behinderter Menschen während der NS-Zeit in die Geschichte ein. Am Hamburger Kinderkrankenhaus Rothenburgsort töteten vor allem junge Assistenzärztinnen nachweislich mindestens 56 behinderte Kinder aus ganz Nordwestdeutschland. Die unfassbaren Vorgänge in der Hamburger Klinik und den späteren Lebensweg der beteiligten Ärztinnen und Krankenschwestern beschreibt Andreas Babel in seinem Buch „Kindermord im Krankenhaus“, das er nach fünfjähriger Recherche dieses Jahr veröffentlicht hat und an diesem Abend vorstellt.

Wann: 19:30 Uhr
Veranstaltungsort:
Bildungsverein Hannover (Wedekindstr. 14) | Eintritt frei
Veranstalter*in: Bildungsverein Hannover

Do, 10.11. | Ausstellungseröffnung Vom Ankommen, Alltag und Träumen

Ausstellung vom 10.11.2016 bis 11.01.2017

Zwei fotografische Serien des Fotojournalisten Najem Al-Khalaf über den Alltag einer syrischen Familie und über die Wünsche und Träume geflüchteter Kinder in Hannover.
Der Fotojournalist Najem Al-Khalaf aus Syrien (Idlib) lässt uns auf eindringliche Weise an den alltäglichen Fragen und Träumen von Geflüchteten teilhaben und nähert sich auf sensible Weise ihren persönlichen Geschichten an. Bei kargah e.V. zeigt er ab November zwei miteinander verbundene fotografische Serien sowie einige Kurzfilme. Einerseits portraitiert er eine Familie, die aus Syrien fliehen musste und nun in einer Flüchtlingsunterkunft in der Südstadt von Hannover lebt. Die Bilder erzählen von ihrem Ankommen in Deutschland: Deutschkurs, Termine auf den Ämtern, Schule, etc. Der größte Wunsch der Familie ist es in Hannover bleiben zu dürfen und fernab des syrischen Krieges eine Existenz aufbauen zu können.

"Unsere Träume sind noch da, wir wollen sie in die Tat umsetzen und den Menschen hier zeigen, dass wir ein Teil dieser Gesellschaft sind."

Andererseits beschäftigt er sich in einer zweiten Serie den verschiedenen Lebenswelten und Träumen in Hannover lebender syrischer Kinder. Er zeigt, wie sie trotz schrecklicher, einschneidender Erfahrungen während des Krieges und ihrer Flucht, an ihren Träumen festhalten und gibt uns einen Einblick in ihre Zukunftswünsche.

Wann: Ausstellungseröffnung um 19:00 Uhr
Veranstaltungsort: kargah e.V., Eintritt frei
Veranstalter*in: kargah e.V.

Mo, 14.11. | Menschenrechte und Flucht: Reflektionen von Geflüchteten

Ein Abend mit Kurzfilmen, Theater, Lesungen und Musik

Dieser Abend steht ganz im Zeichen der Ideen und Gedanken, die Geflüchtete zum Thema Menschenrechte haben und diese auf die Bühne bringen möchten:
So werden Kurzfilme und Fotos gezeigt, die ganz persönliche Geschichten von Geflüchteten erzählen. Zudem wird das Theaterstück " Der Schlüssel zum Paradies" aufgeführt, das von einer Familie aus Afghanistan während des Krieges handelt. Das Stück wurde von Barialay Khamosh, der vor einem Jahr aus Afghanistan hierherkam, geschrieben und inszeniert und wird zum ersten Mal in voller Länge aufgeführt. Des Weiteren liest ein junger Autor aus Marokko aus seinem Werk über die Situation in seinem Heimatland, über seine Flucht und das Ankommen in Deutschland.

Wann: 19:00 Uhr
Veranstaltungsort: Faust Warenannahme, Eintritt frei
Veranstalter*in: IIK e.V.
In Kooperation mit: Faust e.V.

Di, 15.11. | Blackbox Abschiebung – Die Grenzen der Menschlichkeit – Zur Politik der Abschiebungen und ihrer Überwindung

Eine multimediale Lesung und Diskussion mit Autor Miltiadis Oulios (freier Hörfunk-Journalist und Buchautor)

Moderation: Sigmar Walbrecht (Nds. Flüchtlingsrat)
Miltiadis Oulios entwickelt in seinem im Suhrkamp Verlag erschienenen Buch „Blackbox Abschiebung“ eine Theorie der Abschiebung. Menschen, die selbst abgeschoben wurden, kommen zu Wort. Er analysiert die Grenzen des Menschenrechtsbegriffs bei der Bekämpfung von Abschiebungen und stellt die Realisierbarkeit der Utopie eines Endes der Abschiebung zur Diskussion.

Wann: 19:00 Uhr
Veranstaltungsort: kargah e.V., Eintritt frei
Veranstalter*in: Bildungsverein Hannover
In Kooperation mit: kargah e.V. und dem Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V.

Mi, 16.11. | Filmvorführung mit anschließender Diskussion

„Les Sauteurs“ (franz. OmU) von Moritz Siebert, Estephan Wagner, Abou Bakar Sidibé

Zu Gast: Regisseur Moritz Siebert und Protagonist und Co-Regisseur Abou Bakar Sidibé

Moderation: Flüchtlingsbüro (kargah e.V.),

Die Veranstaltung findet teilweise auf Französisch statt (wird ins Deutsche übersetzt)
Vom Berg Gurugu blickt man auf die spanische Enklave Melilla an der nordafrikanischen Mittelmeerküste. Afrika und die Europäische Union werden hier durch eine hochgesicherte Grenzanlage, bestehend aus drei Zäunen, voneinander getrennt. In den Wäldern des Bergausläufers leben Geflüchtete, meist aus der Subsahara-Region, die versuchen, diese direkte Landgrenze zwischen Marokko und Spanien zu überqueren.

So auch der Abou Bakar Sidibé aus Mali, der zugleich Protagonist und auch Dokumentierender in Les Sauteurs ist. Nach 14 Monaten im informellen Camp und mehreren gescheiterten Versuchen, das Zaunsystem zu überwinden, beginnt Abou zu filmen – seinen Alltag, die Umgebung, das zermürbende Warten auf den nächsten „Sprung“. Er gibt Einblick in die soziale Organisation der Community und wirft einen kritischen Blick auf das vermeintliche Eldorado Europa.
In Les Sauteurs findet ein einzigartiger Perspektivenwechsel statt: Dem abstrakt anonymen Wärmebild der Überwachungskamera wird der subjektive Blick eines Individuums entgegengesetzt.

Wann: 18:30 Uhr
Veranstaltungsort: Kino am Raschplatz, 8 €
Veranstalter*in: kargah e.V.
In Kooperation mit: Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen e.V. und den Filmkunstkinos Hannover

Mi, 23.11. | „Seefeuer“ (OmU) von Gianfranco Rosi

GOLDENER BÄR-Bester Film - Filmfestspiele Berlin 2016!
Ein Jahr lang beobachtete Regisseur Gianfranco Rosi Leben und Alltag auf Lampedusa, der „Insel der Hoffnung“, die zur Anlaufstelle unzähliger Flüchtlinge wurde.
Samuele lebt auf der Mittelmeerinsel Lampedusa, auf der das Leben schon immer von dem geprägt war, was das Meer bringt. Seit Jahren sind das nun vor allem Menschen – Tausende Flüchtlinge, die in der verzweifelten Hoffnung auf ein besseres Leben eine lebensgefährliche Reise wagen.

Wann: 18:00 Uhr
Veranstaltungsort: Apollo Kino, 8 €
Veranstalter*in: kargah e.V.
In Kooperation mit: Filmkunstkinos Hannover

Fr, 25.11. | Häusliche Gewalt gegen Frauen: das Hilfesystem – Hilfe oder Belastung?

Im Rahmen des Internationaler Tag gegen Gewalt gegen Frauen

Vortrag plus World-Café mit Dr. Daniela Gloor (Social Insight, Schweiz)
Mit einem Grußwort der Gleichstellungsbeauftragten der Landeshauptstadt Hannover Friederike Kämpfe und Regine Aniambossou (SUANA/kargah e.V.)

Wann: 11:00 Uhr
Veranstaltungsort: kargah e.V., Eintritt frei
Veranstalter*in: Beratungsstelle SUANA/kargah e.V. mit der Arbeitsgruppe Migrantinnen des Netzwerkes HAIP
In Kooperation mit: Referat für Frauen und Gleichstellung der Landeshauptstadt Hannover

Sa, 26.11. | ANTISEMITISMUS in unserer Gesellschaft? - Eine Selbstreflexion

Antisemitismus hat in der Geschichte immer wieder neue Ausprägungen und Auswüchse erlebt. Bis heute werden Jüd*innen ausgegrenzt und verfolgt. In Deutschland ist Antisemitismus tief verwurzelt und äußert sich regelmäßig - im Diskurs um Israel und Nahost, auf Solidaritätskundgebungen für Gaza, in Übergriffen auf Einrichtungen und Menschen. In der Veranstaltung legen wir den Fokus auf Diskurse, die in Deutschland und Europa geführt werden. Der Konflikt im Nahen Osten, zwischen Israel und Palästina, gibt vielen Menschen Anlässe, sich zu den Geschehnissen zu äußern.

Dr. Uffa Jensen spricht über den Begriff Antisemitismus gesellschaftspolitisch und historisch. Anschließend zeigt Prof. Monika Schwarz-Friesel auf, inwieweit sich Antisemitismus in unserer Sprache wiederfindet. Ab wann ist die Kritik an der israelischen Regierung Judenfeindschaft und wie empfinden Menschen jüdischen Glaubens aktuelle Diskurse? Auf diese und andere Fragen wird die Autorin Esther Schapira eingehen. Schließlich wird Konstantin Seidler auf politische Arbeit und Projekte eingehen, die sich Antisemitismus entgegensetzen. Er berichtet von seiner Arbeit mit jüdischen Jugendlichen.

Moderation: Monika Fabricius, Autorin und Fernsehredakteurin

Wann: 10:30 – 17:30 Uhr
Veranstaltungsort: Freizeitheim Linden
Veranstalter*in: Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen

Di, 29.11. | Perspektiven auf Menschenrechte weltweit

World-Café mit verschiedenen Organisationen des MigrantInnenSelbstOrganisationen Netzwerk Hannover e.V. (MiSO e.V) in Kooperation mit kargah e.V.

Mit den Vereinen: IIK e.V., NAV-DEM Hannover, Ukrainischer Verein in Nds. e.V. und dem Vietnam-Zentrum Hannover e.V.

In einem gemeinsamen World-Café zeigen migrantische Vereine aus Hannover verschiedene Perspektiven auf die Menschenrechtssituationen in bestimmten Regionen und Ländern der Welt wie beispielsweise der Ukraine, Iran, Vietnam und Kurdistan auf und bieten einen tieferen Einblick in aktuelle politische Debatten.

Wann: 18:00 Uhr
Veranstaltungsort: kargah e.V., Eintritt frei
Veranstalter*innen: MigrantInnenSelbstOrganisationen Netzwerk Hannover e.V. (MiSO e.V) in Kooperation mit kargah e.V.

Mi, 30.11. | Mediterranea – Refugees welcome? von Jonas Carpignano

OmU (Italienisch, Französisich, Englisch, Arabisch, Bissa)

Mediterranea ist ein Drama über zwei aus Burkina Faso stammende Geflüchtete, die es an die italienische Küste schaffen und dort dem Alltagsrassismus begegnen.
Der Film ist das Spielfilmdebüt von Jonas Carpignano, der bereits für seine Kurzfilme mehrfach auf den Filmfestivals in Cannes, Venedig und Sundance ausgezeichnet wurde. Mit den Mitteln des Spielfilms arbeitet Carpignano die Hintergründe der Unruhen in Rosarno 2010 auf, bei denen mehr als 60 Menschen verletzt wurden und Tausende Migrantinnen und Migranten evakuiert werden mussten. Die Figuren des Films werden dabei von Geflüchteten und Immigranten verkörpert, die selbst von den Unruhen betroffen waren und ihre eigenen Erfahrungen mit Flucht, Vertreibung und Fremdenfeindlichkeit in den Dreh miteinfließen ließen.

Wann: 18:30 Uhr
Veranstaltungsort: Kino am Raschplatz, 8 €
Veranstalter*innen: kargah e.V. in Kooperation mit den Filmkunstkinos Hannover

Do, 1.12. | Lost in Paradise

Ein Theaterstück des Get2gether-Jugendtheaters von IKJA e.V.
Das Stück zeigt perspektivenreich die Lebenswelten von Einheimischen sowie neuzugewanderten Jugendlichen auf. Frei, Freiheit, Frei sein. Wie unfrei sind wir in all unserer Freiheit? Während die einheimischen Jugendlichen sich in der deutschen Gesellschaft im vorherrschenden Leistungsdruck durch Schule und Ausbildung beweisen müssen, sehen sich die geflüchteten Jugendlichen vor allem mit Behörden, Formularen, Verordnungen und Gesetzen konfrontiert und müssen zugleich mit ihren Fluchterfahrungen und häufig mit dem Verlust ihrer Familien zurechtkommen. Unserer Gesellschaft wird ein Spiegel vorgehalten: Mit Gesang, Tanz und Schauspiel wollen die 35 Jugendlichen die Zuschauer berühren und zum Nachdenken anregen.

Wann: 19:00 Uhr
Veranstaltungsort: Faust (60er-Jahre Halle)
Veranstalter*innen: Faust e.V. in Kooperation mit IKJA e.V.

Fr, 2.12. | Menschenrechte grenzenlos! - Gemeinsame Veranstaltung des Bündnis zum Tag der Menschenrechte

„Markt vor Mensch? Menschenrechte und die Ökonomisierung aller Lebensbereiche“
Vortrag von Thomas Gebauer (Diplom-Psychologe und Geschäftsführer der Entwicklungshilfe- und Menschenrechtsorganisation medico international)

„Menschenrechte - da gibt es keine Ausnahmen“, Grußwort von der Schirmherrin Heidi Merk (Landesministerin a.D., Menschenrechtsaktivistin)

Dazwischen kurze Lesungen auf Arabisch zum Thema Menschenrechte von dem Hannah-Arendt-Stipendiaten und Autoren Mohamad Alaaedin Abdul Moula (Syrien/Homs)

In Hannover haben sich 20 politische und kulturelle Organisationen im Rahmen des Tages der Menschenrechte (am 10.12.) zu einem gemeinsamen Bündnis zusammengeschlossen, um auf aktuelle Menschenrechtsthemen und –verletzungen weltweit aber auch vor unserer Tür aufmerksam zu machen. An diesem Abend werden wir gemeinsam mit unterschiedlichen MenschenrechtsaktivistInnen ins Gespräch kommen. Die Veranstaltung soll neben einer Diskussion über aktuelle Menschenrechtsthemen auch einen gegenseitigen Austausch innerhalb der Stadtgesellschaft, politischen und kulturellen Institutionen anregen.

Der Geschäftsführer der Entwicklungshilfeorganisation medico international Thomas Gebauer wird an diesem Abend auf die Frage eingehen, inwieweit Menschenrechte weltweit hinter ökonomische Interesse insbesondere der westlichen Staaten zurücktreten müssen und stellt eine Verbindung zwischen ihrem politischem Handeln und Menschenrechtsverletzungen sowie Fluchtgründen in bestimmten Regionen her.

Des Weiteren wird der Dichter und Autor Mohamad Alaaedin Abdul Moula aus Syrien, der gerade in Hannover als Hannah-Arendt-Stipendiat lebt, verschiedene Kurzgedichte zum Thema „Menschenrechte grenzenlos!“ und zur politischen Situation in Syrien präsentieren.

Wann: 18:30 Uhr
Veranstaltungsort: Kulturzentrum Pavillon
Veranstalter*innen: Amnesty International | Attac Hannover | Bildungsverein Hannover | DGB-Region Niedersachsen – Mitte, Faust e.V. | Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V. | Filmkunstkinos Hannover | Freizeitheim Vahrenwald | Initiative für einen Internationalen Kulturaustausch e.V. (IIK e.V.) | Janusz Korczak - Humanitäre Flüchtlingshilfe e.V. | kargah e.V | MigrantInnenSelbstOrganisationen Netzwerk Hannover e.V.(MiSO e.V.) | Palästina Initiative Region Hannover | Kulturzentrum Pavillon | Medinetz Hannover e.V. | Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen e.V. (VEN) | Vietnam-Zentrum Hannover e.V. | Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen e.V. | Stadt Hannover  - Beauftragte für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt – Fachbereich Personal und Organisation | Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen

Sa, 3.12. | Afghanistan. Flucht. Perspektiven?

Mit Bernd Mesovic (PRO ASYL), Thomas Ruttig (Direktor des Afghanistan Analysts Networks) und jugendlichen Flüchtlingen aus Afghanistan.

Im Rahmen der Veranstaltung wird es um die aktuelle Lage sowie die Entwicklung in Afghanistan gehen. Außerdem wird der Umgang mit afghanischen Flüchtlingen in Deutschland in den Fokus genommen und (Bleiberechts-)Perspektiven erläutert.

Wann: 11:00 Uhr
Veranstaltungsort: Geschäftsstelle des Flüchtlingsrats Niedersachsen e.V.
Veranstalter*in: Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V.

Mi. 7.12. | "Folge meiner Stimme“ von Hüseyin Karabey

Originalversion in Kurdisch und Türkisch mit dt. Untertiteln
Mit feiner Poesie und ein bisschen märchenhaft erzählt die Tragikomödie von einer alten Frau in einem kurdischen Bergdorf, die ihren Sohn retten will. Er wurde vom türkischen Militär verhaftet und angeblich wird er sofort freigelassen, wenn seine Familie die versteckten Waffen abgibt. Allerdings ist da ein kleiner, aber entscheidender Haken: Es gibt keine Waffen.
Die irrwitzige Story wäre auch eine ideale Vorlage für eine krachende Burleske, doch Hüseyin Karabey bevorzugt leisere Töne. Sein Werk zieht viel Charme aus der Kombination von stillem Humor und authentischen, ruhigen Bildern von einem Leben, das idyllisch sein könnte. Der vielfach preisgekrönte kleine Film klagt niemanden an, macht aber den Wahnsinn des Krieges umso deutlicher: ein klarer Appell für den Frieden.

Wann: 18:30 Uhr
Veranstaltungsort: Kino am Raschplatz, 8 €
Veranstalter*in: kargah e.V. in Kooperation mit den Filmkunstkinos Hannover

 

Fr, 9.12. | „Lost in Paradise“

Ein Theaterstück des Get2gether-Jugendtheaters von IKJA e.V..

Das Stück zeigt perspektivenreich die Lebenswelten von Einheimischen sowie neuzugewanderten Jugendlichen auf. Frei, Freiheit, Frei sein. Wie unfrei sind wir in all unserer Freiheit? Während die einheimischen Jugendlichen sich in der deutschen Gesellschaft im vorherrschenden Leistungsdruck durch Schule und Ausbildung beweisen müssen, sehen sich die geflüchteten Jugendlichen vor allem mit Behörden, Formularen, Verordnungen und Gesetzen konfrontiert und müssen zugleich mit ihren Fluchterfahrungen und häufig mit dem Verlust ihrer Familien zurechtkommen. Unserer Gesellschaft wird ein Spiegel vorgehalten: Mit Gesang, Tanz und Schauspiel wollen die 35 Jugendlichen die Zuschauer berühren und zum Nachdenken anregen.

Wann: 19:30 Uhr
Veranstaltungsort: IGS Südstadt, Eintritt frei
Veranstalter*innen: Janusz Korczak - Humanitäre Flüchtlingshilfe e.V. in Kooperation mit IKJA e.V. und der IGS Südstadt

Sa, 10.12. | Mensch oder Geld? Die globale Wirtschaft und die Menschenrechte

Vortrag von Walter Hirche (ehemaliger Wirtschaftsminister Niedersachsens)
Grußworte: Thomas Hermann, Bürgermeister (Stadt Hannover), Christian Franke (Amnesty International)
Begrüßung und Schlussworte: Wolfgang Reinbold und Ali Faridi

Wann: 19:00 Uhr
Veranstaltungsort: Haus der Religionen
Veranstalter*innen: Haus der Religionen und Amnesty International

Mi, 14.12. | „Urmila“ von Susan Gluth

Originalversion (Nepali, Englisch) mit dt. Untertiteln
Die Dokumentation “Urmila für die Freiheit“ zeichnet das Schicksal einer Nepalesin nach, die es von einer Sklavin zur Menschenrechtsaktivistin brachte. Der Film setzt sich mit den Themen Menschenrechte und Gerechtigkeit in Nepal auseinander. Er nimmt Urmila Chaudhary in den Fokus, die im Alter von 6 Jahren von ihren Eltern als Haushaltssklavin verkauft wurde. 19 Jahre später, also mit 25, ist Urmila als Aktivistin aktiv und setzt sich gegen die Leibeigenschaft in ihrem Heimatland ein.

Wann: 18:30 Uhr
Veranstaltungsort: Kino am Raschplatz, 8 €
Veranstalter*innen: kargah e.V. in Kooperation mit den Filmkunstkinos Hannover

Pressekontakt: Laura Heda | Kargah e.V. – Verein für interkulturelle Kommunikation, Migrations- und Flüchtlingsarbeit | Mail: laura.heda@web.de | Telefon: 0511 12607827

Veranstalter*in
Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen
Teilnahmegebühren
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