Donnerstag, 02. Februar 2012 18.00 – 20.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Menschenrechte und Zivilgesellschaft in Belarus

Vortrag mit Olga Karatch und Peter Liesegang

Verhaftungen von Menschenrechtsaktivisten, repressive Praxis des KGB (belarussischen Geheimdienstes) gegenüber der oppositionellen Bevölkerung, spurloses Verschwinden von Regimekritikern, der Bau eines Atomkraftwerkes in Belarus seit 2011 scheinbar ohne politischen Protest – solche Nachrichten dringen aus einem Land, das von Jena kaum 1000 Kilometer entfernt liegt, nur selten zu uns vor. Während regelmäßig in den Medien über Menschenrechtsverletzungen in Birma, im arabischen Raum oder China berichtet wird, ist Belarus ein weißer Fleck auf der mentalen Landkarte.

Zivilgesellschaftliches Engagement in Belarus erfordert mitunter großen Mut. Einschüchterung, Schikane oder Verfolgung – damit muss rechnen, wer sich in Belarus politisch oder zivilgesellschaftlich engagiert. Wir widmen uns diesem Thema mit der Wanderausstellung von Libereco- Partnership for Human Rights, Amnesty International, Kultur Aktiv e.V., der deutsch-belarussischen gesellschaft und dem Bund für Soziale Verteidigung über „Menschenrechte und Zivilgesellschaft in Belarus“. Sie vermittelt einen Eindruck von den Repressionen, denen politisch engagierte Menschen in Weißrussland ausgesetzt sind und wird vom 1. bis 17. Februar 2012 in Jena gezeigt. Zum Auftakt laden wir (Amnesty Hochschulgruppe Jena in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung und dem StuRa der FSU) am 02.02. herzlich zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion und Gang durch die Ausstellung ein. Los geht es ab 18:15 Uhr im Seminarraum 309. Die beiden ReferentInnen werden über ihre eigenen Erfahrungen mit dem belarussischen Regime und die aktuelle Situation für die Zivilgesellschaft und die Menschenrechte sprechen und für Fragen und Diskussion zur Verfügung stehen.

Olga Karatch, Leiterin der Menschenrechtsorganisation „Nasz Dom“, ehemalige Abgeordnete des Stadtparlaments in Vitebsk und 2010 ausgezeichnet mit dem Couragepreis der Stadt Radebeul, saß bereits unzählige Male wegen ihres Engagements im Gefängnis.

Peter Liesegang, im Vorstand der deutsch-belarussischen Gesellschaft, mehrfach Wahlbeobachter für die OSZE/ODIHR in Belarus, privat bei den Präsidentschaftswahlen 2010 und der Niederschlagung der Proteste anwesend, ist seit vielen Jahren in politischen und wissenschaftlichen Projekten mit der demokratischen Opposition in Belarus aktiv.


Wir freuen uns über zahlreiche Interessierte!
Veranstalter*in
Landesstiftung Thüringen