- Mittwoch, 24. Oktober 2012 20.00 – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Metamorphosen der Lohnarbeit und die neue soziale Verwundbarkeit
Das Unbehagen in der Kultur des Spätkapitalismus II
In seiner meisterhaften Sozialgeschichte der Lohnarbeit beleuchtet Robert Castel die aktuelle Krise der Arbeitsgesellschaft nicht als Ursache von sozialer Exklusion, sondern in ihren komplexen Rückwirkungen auf das System der Erwerbsarbeit im Ganzen. Was er „negative Individualisierung“ nennt, betrifft nicht allein die „Überflüssigen“, sondern in anderer Form mehr noch die Beschäftigten. Eine sozialpolitische Stagnation ist die Folge, wie sich am politischen Scheitern der Arbeitszeitverkürzungen in Frankreich der 1990er Jahre zeigte. Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde die Stagnation sogar verstärken, meint Castel. Der Vortrag stellt sein Werk vor, das die Metamorphosen der Arbeit mit denen der Mentalitäten verknüpft.
Mit: Dr. Wolfgang Lenk
Mit: Dr. Wolfgang Lenk
- Veranstalter*in
- Landesstiftung Berlin (Bildungswerk)