Dienstag, 11. Juni 2013 19.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern

„Migration und Gesundheit“ - mit besonderem Fokus auf Frauengesundheit

Das Deutsche Gesundheitssystem sollte allen in Deutschland lebenden Migranten_innen einen unkompli- zierten und angenehmen Besuch bei ihrer Ärztin/ ihrem Arzt zusichern. Während dieser Besuch für die eine Seite Routine bedeutet, stellt er insbesondere für Migrantinnen oft Hürde und Belastung dar. Sprachliche Barrieren sowie kulturelles Miss-/Unverständnis des medizinischen Fachpersonals verhindern eine adäquate Versorgung physischer und psychischer Krankheiten. Weibliche Betroffenheit wird nicht erkannt und Bedürfnisse falsch interpretiert. Dabei sind es gerade Migrantinnen, die durch ihre Migra- tionserfahrungen gekoppelt an gesellschaftliche Ausgrenzung und zu schnelle Anpassung an die neue Umgebung. eine überdurchschnittliche Belastung der seelischen Gesundheit erfahren und daher eine kooperative und vorurteilsfreie Zusammenarbeit mit medizinischem Fachpersonal benötigen.
An diesem Abend wollen wir uns beschäftigen mit:

- den speziellen medizinischen Risiken, Bedürfnissen und der Gesundheitsversorgung von Frauen mit
   Migrationshintergrund
- der Bedeutung einer transkulturellen Gesundheitsversorgung auch im psycho-sozialen und
   psychiatrischen Bereich
- Gesundheitsförderung und Projekten – insbesondere den „12 Sonnenberger Leitlinien“ ein erster
   Ansatz für eine zukünftig gerechte Gesundheitsversorgung von Migrantinnen?

Wir laden Sie herzlich ein! Diskutieren Sie mit uns und teilen Sie uns Ihre Erfahrungen und Meinung mit.