- Donnerstag, 19. Oktober 2006 – Samstag, 04. November 2006 In meinem Kalender speichern
A million different loves!? Körper- und Begehrenspolitik in der audiovisuellen Kultur
Konferenz in Lódz (Polen) und Leipzig
<b>Beschreibung</b>:<br>
"a million different loves!?" ist ein
polnisch-deutsches Gemeinschaftsprojekt in
Leipzig und Lódz, das sich sowohl mittels
Spiel-, Kurz-, Dokumentarfilmen, Videoclips
und musikbegleitender Visuals als auch
anhand von Vorträgen von Kulturschaffenden
und AkademikerInnen, Workshops und offenen
Diskussionspanels mit der Frage nach den
Bedingungen, Möglichkeiten und
Ausdrucksformen queerer audiovisueller
Kultur beschäftigt.
Wie gehen Filmschaffende,
MedienkünstlerInnen und AkademikerInnen mit
kulturell verankerten Mustern von Hetero-
aber auch Homonormativität oder Homophobie
um? Wie werden diese Ausschlusspraktiken
auf künstlerischer Ebene offengelegt und
dekonstruiert? Wie formiert sich der
(visuelle) Diskurs um deviante Sexualitäten
oder um Körper und Identitätsentwürfe, die
sich der eindeutigen Bestimmbarkeit als
männlich oder weiblich, als Single oder
Paarmodell entziehen? Inwiefern werden
‚Werkzeuge’ alltagsbezogener queerer
Aktionen wie Performance,
Kontextualisierung, Differenzierung und
Subjektivierung im audio-visuellen Feld
angewandt?<br>
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<b>Kontext</b>:<br>
Die filmfestivalbegleitende Konferenz „a
million different loves!? körper- und
begehrenspolitik in der audiovisuellen
kultur” in Lódz und Leipzig ist einer von
zwei Hauptbestandteilen des
deutsch-polnischen Projektes gleichen
Namens. In der Bundesrepublik haben
les-bi-schwule Filmfestivals eine
jahrzehntelange Tradition - in Lódz wird
mit "a million different loves!?" erstmals
ein internationales Queer Filmfestival in
Polen stattfinden können! Aber auch in der
Bundesrepublik sind Kunst- und Filmevents
mit einem strikt queeren Fokus schlicht die
Ausnahme. Darüber hinaus ist für Lódz und
Polen sowie für Leipzig und die
Bundesrepublik ein längst überfälliger
Bedarf für eine fruchtbare
Auseinandersetzung von kultur- wie
alltagspraktischen sowie theoretischen
Aspekten queerer Ansätze auch aus
kulturpolitischen und
antidiskriminatorischen Überlegungen zu
konstatieren.<br>
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<b>Ziele</b>:<br>
Konzepte von queer, so schwer sie
begrifflich klar zu fassen sind, bieten in
unserem Verständnis Ausdrucksmöglichkeiten,
die über das derzeit modische
Gender-Mainstreaming hinausgehen. Die
Tagung versteht sich als Plattform zum
Austausch künstlerischer,
wissenschaftlicher und queer-politischer
Positionen auf internationaler Ebene. Ein
Ziel der Tagung ist es, die Vielfalt der
Sichtweisen und Themen innerhalb des
Diskurses von gender studies und queer
theory aufzuzeigen. Hiermit soll eine
Etablierung dieses Diskurses, der sowohl in
Polen als auch in der Bundesrepublik bisher
eine marginale Rolle spielt, erreicht
werden. Von besonderem Interesse für die
Konferenz ist die auf audiovisuelle Medien
bezogene Präsentation von Beiträgen,
Gedanken und Ergebnissen sowohl aus
künstlerischer als auch aus akademischer
Praxis.<br>
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<b>Veranstaltungsorte und -daten</b>:<br>
19. - 21. Oktober 2006 - Lódz, Polen<br>
02. - 04. November 2006 - Leipzig,
Deutschland<br>
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