- Montag, 24. Oktober 2011 19.00 – 20.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Milzbrand, Pocken, Pest - Krankheit als Waffe?
Podiumsdiskussion
Mit:
Agnieszka Malczak, (MdB, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen)
Prof. Kathryn Nixdorff, (Biowaffenexpertin, TU Darmstadt)
Volker Beck, (Auswärtiges Amt)
Dr. Walter Biederbick, (Bundesamt für VBevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe)
Moderation: Dr. Iris Hunger (Universität Hamburg)
Epidemien versetzen Menschen weltweit immer wieder in Angst und Schrecken. Besonders perfide ist es, wenn solche Epidemien mit Absicht ausgelöst werden, wenn Krankheiten von Staaten oder von Terroristen als biologische Waffe eingesetzt werden.
Die Entwicklung und der Einsatz von Krankheiten als Waffe sind weltweit verboten. Festgehalten ist das Biowaffenverbot im internationalen Biowaffenübereinkommen (BWÜ). Fehlende
Mechanismen zur Kontrolle des Biowaffenverbots, das
dokumentierte Interesse terroristischer Organisationen an
Massenvernichtungswaffen und die rasante Entwicklung der Lebenswissenschaften setzen dieses Verbot seit Jahren unter Druck. Während westliche Staaten auf nationaler Ebene eine Reihe von Maßnahmen ergriffen haben, um den Missbrauch biologischer Materialien zu unterbinden, hat sich auf internationaler Ebene wenig Substantielles getan.
Im Dezember 2011 findet in Genf die siebte Überprüfungskonferenz des BWÜ statt. Aus diesem Anlass treffen sich Expertinnen und Experten in der Heinrich-Böll-Stiftung, um die kritische Diskussion
um diesen in Politik, Wissenschaft und Öffentlichkeit nicht präsenten Vertrag anzustoßen, die deutsche Position zur internationalen Biowaffenkontrolle auf eine breitere Basis zu stellen und die Politik zu ermutigen, während der Konferenz im Dezember weitreichende
Ziele anzustreben.
Dies ist deshalb notwendig, weil drei zentrale Fragen des
Biowaffenübereinkommens nach wie vor unbeantwortet sind:
Wie kann die Einhaltung des Biowaffenverbots kontrolliert werden?
In welcher Form kann die Forderung von Entwicklungsländern nach Technologieförderung erfüllt werden?
Brauchen wir eine internationale Organisation für das Verbot biologischer Waffen?
Agnieszka Malczak, (MdB, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen)
Prof. Kathryn Nixdorff, (Biowaffenexpertin, TU Darmstadt)
Volker Beck, (Auswärtiges Amt)
Dr. Walter Biederbick, (Bundesamt für VBevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe)
Moderation: Dr. Iris Hunger (Universität Hamburg)
Epidemien versetzen Menschen weltweit immer wieder in Angst und Schrecken. Besonders perfide ist es, wenn solche Epidemien mit Absicht ausgelöst werden, wenn Krankheiten von Staaten oder von Terroristen als biologische Waffe eingesetzt werden.
Die Entwicklung und der Einsatz von Krankheiten als Waffe sind weltweit verboten. Festgehalten ist das Biowaffenverbot im internationalen Biowaffenübereinkommen (BWÜ). Fehlende
Mechanismen zur Kontrolle des Biowaffenverbots, das
dokumentierte Interesse terroristischer Organisationen an
Massenvernichtungswaffen und die rasante Entwicklung der Lebenswissenschaften setzen dieses Verbot seit Jahren unter Druck. Während westliche Staaten auf nationaler Ebene eine Reihe von Maßnahmen ergriffen haben, um den Missbrauch biologischer Materialien zu unterbinden, hat sich auf internationaler Ebene wenig Substantielles getan.
Im Dezember 2011 findet in Genf die siebte Überprüfungskonferenz des BWÜ statt. Aus diesem Anlass treffen sich Expertinnen und Experten in der Heinrich-Böll-Stiftung, um die kritische Diskussion
um diesen in Politik, Wissenschaft und Öffentlichkeit nicht präsenten Vertrag anzustoßen, die deutsche Position zur internationalen Biowaffenkontrolle auf eine breitere Basis zu stellen und die Politik zu ermutigen, während der Konferenz im Dezember weitreichende
Ziele anzustreben.
Dies ist deshalb notwendig, weil drei zentrale Fragen des
Biowaffenübereinkommens nach wie vor unbeantwortet sind:
Wie kann die Einhaltung des Biowaffenverbots kontrolliert werden?
In welcher Form kann die Forderung von Entwicklungsländern nach Technologieförderung erfüllt werden?
Brauchen wir eine internationale Organisation für das Verbot biologischer Waffen?
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin