Dieses Bild steht unter einer Creative Commons License.
Diskussion
- Sonntag, 12. Oktober 2014 17.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Mit Gott gegen Vielfalt?
Christlicher Fundamentalismus und seine politische Agenda
Christliche Fundamentalist_innen haben zu vielen Themen klare Ansichten. Homosexualität halten sie für Sünde, Gendermainstreaming für einen Angriff auf eine natürliche Ordnung der Geschlechter und andere Religionen sind für sie schlicht Irrglauben. Mitnichten sollen solche Einstellungen Privatsache bleiben, christliche Fundamentalist_innen suchen gezielt nach politischer Einflussnahme – und das nicht nur in Sachsen.
Die Journalistin Jennifer Stange hat sich eingehend mit evangelikal-fundamentalistischen Strömungen in Sachsen und ihrer politischen Agenda auseinandergesetzt. Die Ergebnisse ihrer Recherche sind besorgniserregend. Neben homophoben, patriarchalen und islamfeindlichen Standpunkten ist auch der Schulterschluss mit so mancher rechtsradikaler Position erschreckend augenfällig. Wenn fundamentalistische Gesellschaftskritik dann noch auf lokal- und landespolitische Andockungspunkte statt auf klare Abgrenzung trifft – wie jüngst bei der Auseinandersetzung um den Bildungsplan 2015 in Baden-Württemberg–, greift dies die Grundfesten einer demokratischen, pluralistischen und aufgeklärten Zivilgesellschaft an.
Dem gilt es sich entschieden entgegenzustellen, weswegen am Nachmittag und Abend des 12.Oktober nicht nur die theoretischen Standpunkte christlich-fundamentalistischer Strömungen betrachtet werden, sondern auch über Gegenstrategien informiert und diskutiert wird. Jennifer Stange hat im Auftrag von Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen einen Bericht zum „sächsischen Biblebelt“ verfasst. Sie wird Einblicke in das Werte- und Weltverständnis des christlichen Fundamentalismus und dessen politischer Anschlussfähigkeit geben.
Kooperation des Conni e.V., Weiterdenken – Heinrich-Böll- Stiftung Sachsen
Veranstaltungsort: AZ Conni · Rudolf-Leonhard-Straße 39 Dresden
Eintritt frei
Die Veranstalter_innen behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die neonazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der neonazistischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.
Files
- Adresse
-
▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
- Veranstalter*in
- Landesstiftung Sachsen (Weiterdenken)