Freitag, 09. Oktober 2020 /
Hannover

Mit Tagesmüttern und Putzkräften zu mehr Gleichberechtigung?!

Ein Gespräch über Emanzipation, soziale Ungleichheit und die Verantwortung für Sorgearbeit.

Datum, Uhrzeit
Fr., 09. Okt. 2020,
20.00 – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
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Veranstalter/in
Landesstiftung Niedersachsen (Leben & Umwelt)

„Die erste Beziehungskrise verhindert die Spülmaschine, die zweite die Putzkraft. Während Männerkarrieren zunächst von Ehefrauen ermöglicht wurden, sind dies für Frauen heute Haushaltshilfen, Babysitter*innen und der Lieferdienst“, schreibt die Journalistin Theresa Bücker in ihrer Kolumne „Freie Radikale“ (Süddeutsche Magazin). Ist Gleichberechtigung in Deutschland also nur möglich, wenn Familien Sorgearbeit ausgliedern?

Das Konzept „Global-Care-Chains“ (globale Versorgungsketten) der Soziologin Arlie Hochschildt erklärt diese gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung. Transnationale Migrant*innen übernehmen Versorgungslücken, indem sie beispielsweise als Tagesmütter die Betreuung von Kindern im Ausland übernehmen. Die dadurch entstehende Lücke in eigenen Beziehungen wird oft von weiblichen Familienmitgliedern gefüllt oder aber wiederum weitergegeben an Frauen aus wirtschaftlich schwächeren Ländern. 

Sonja Eismann (Mit-Herausgeberin des Mizzy Magazines) führt das Gespräch mit Francis Seeck (Vertretungsprofessor*in für Soziologie und Sozialarbeitswissenschaft Hochschule Neubrandenburg und Antidiskriminierungstrainer*in) und Fabiana Blasco (Care-Revolution Netzwerk).

  • Wer erledigt ausgelagerte Sorgearbeit in Deutschland?
  • Welche gesellschaftlichen Folgen haben globale Versorgungsketten?
  • Inwieweit spiegeln sich hier klassistische Strukturen wider?
  • Wie können Klassismus und Feminismus zusammengedacht werden?
  • An welchen Stellen muss ein Umdenken stattfinden?

Veranstalterin: Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen, Warmbüchenstraße 17, 30159 Hannover, info@slu-boell.de, www.slu-boell.de, 0511 30 18 57 0

Die Veranstaltung findet im Rahmen der (Un)Konferenz statt und wird online gestreamt. Die Teilnahme an der Präsenzveranstaltung ist nur nach verbindlicher Anmeldung möglich. Über das Streaming informieren wir zeitnah über die Kanäle der SLU.

Die derzeitige Situation veranlasst uns, die Teilnehmer*innenzahl auf 35 Personen zu beschränken. Aus diesem Grund bitten wir dich, dich solidarisch zu zeigen: Bitte melde dich nur dann für die (Un)Konferenz an, wenn du das gesamte Wochenende teilnehmen kannst und willst. Für alle anderen weisen wir darauf hin, dass wir daran arbeiten, ausgewählte Veranstaltungen digital verfügbar zu machen. 

Für die Anmeldung gilt das Early-Bird-Prinzip: Wer zuerst kommt, ma(h)lt zuerst! Die Anmeldung beginnt am 14. September 2020 um 00:01 Uhr unter: https://www.fem-utopien.com/anmeldung